Elsfleth - Die Oberliga-Handballer des Elsflether TB haben am Samstag ein Debakel erlebt. Die Mannschaft von Trainer Patrick Tulikowski verlor das wichtige Heimspiel gegen die HSG Delmenhorst mit 26:39 (12:19) und ist auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht, weil das bisherige Schlusslicht TSV Bremervörde den HC Bremen mit 30:24 bezwang. Die Nichtabstiegsplätze sind zwar in Reichweite. Aber so langsam muss der ETB seine Niederlagenserie beenden.
Im Duell Vorletzter gegen Drittletzter zog Tulikowski alle Register. Er bot nicht nur Florian Doormann auf, der bereits einige Male in dieser Saison ausgeholfen hatte, sondern außerdem noch Ruven Rußler. Vier der ersten fünf Elsflether Treffer gingen dann auch auf das Konto der beiden reaktivierten Altmeister. Aber nach anfänglicher Führung entwickelte sich die Partie zu einem wahren Alptraum.
Der größte Unterschied offenbarte sich den Zuschauern zwischen den Pfosten. Während beim ETB die beiden Keeper Marcel Völkers und Matthias Wagenaar nur ganz selten ihre Klasse unter Beweis stellen konnten, wuchs auf der Gegenseite Bassam Farasha über sich hinaus. „Dabei wussten wir genau, wie und wohin wir bei ihm werfen müssen. Wir haben es aber leider nicht umgesetzt“, sagte Elsfleths Rückraumspieler Sascha Klostermann.
Trotz des Sieben-Tore-Rückstands zur Pause hatte sich der ETB noch längst nicht aufgegeben. In der Viertelstunde nach dem Seitenwechsel zeigte er Kampfgeist und verkürzte auf 21:25 (43.). Dabei lief noch längst nicht alles glatt. Zu viele Fehlwürfe prägten weiterhin das Elsflether Spiel. Dafür lief es in der Abwehr mittlerweile besser. Fynn Oberegger sorgte bei der HSG als Vorgezogener für Verwirrung, und Torhüter Wagenaar parierte mehrfach.
Doch die Aufholjagd war nur von kurzer Dauer. Die Gäste spulten ihr Programm routiniert herunter und setzten sich wieder ab. Spätestens nach der Auszeit beim Stand von 23:30 (49.) war beim ETB kein Aufbäumen mehr zu erkennen. „Wir haben am Ende die Köpfe hängen lassen“, sagte Tulikowski. Der Gegner sei insgesamt keine 13 Tore besser gewesen. Aber für eine Wende im Spiel habe es eben nicht gereicht.
Für die kommende Woche sei Aufbauarbeit nötig, wie Tulikowski meinte. Denn es geht im Abstiegskampf nun Schlag auf Schlag. Am nächsten Sonntag erwartet der ETB den TvdH Oldenburg in der Stadthalle. Die Huntestädter haben einen ähnlichen Negativlauf wie die Elsflether hinter sich und haben nur zwei Punkte mehr.
Elsflether TB: Wagenaar, Völkers – Doormann (7/2), Gronau (5/1), Oberegger (4), Rußler (4), Blohm (2), Tolck (2), Rambau (1), Danielzik (1), Klostermann, Rätzke, Martens, Gericke.
Spielstationen: 4:3 (7.), 5:9 (14.), 10:14 (24.), 12:19 (30.), 14:21 (34.), 21:25 (43.), 23:28 (46.), 24:34 (55.), 26:39 (60.).
