Ganderkesee - Die Zeit vergeht wie im Flug: Bereits seit drei Jahren, genauer seit dem 1. März 2011, kümmert sich das Palliativ-Care-Team Ganderkesee/Delmenhorst um schwerstkranke Patienten mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung. Das Personal um die Koordinatorinnen Anke Feimann und Haik Westendorf ermöglicht Betroffenen, länger zu Hause bei der Familie zu bleiben beziehungsweise Krankenhausaufenthalte mitunter sogar zu vermeiden.
Doch wie genau läuft das ab? Das Team aus speziell geschulten Ärzten und Schwestern unterstützt die bereits in die Versorgung eingebundenen Personen und Einrichtungen, der Hausarzt bleibt stets erster Ansprechpartner. Kooperiert wird mit Pflege- und Hospizdiensten, der Palliativstation des Klinikums Delmenhorst, dem Laurentius-Hospiz und Apotheken.
Zu dem Palliativ-Care-Team, dem einzigen im Landkreis Oldenburg, zählen 13 Schwestern sowie zehn bis 15 Ärzte, die eine zusätzliche Ausbildung im Bereich Palliativmedizin gemacht haben bzw. machen und 24 Stunden am Tag erreichbar sind. „Wenn sich die Zahl der Patienten weiter erhöht, kommen wir aber an unsere Grenzen“, berichtete der Verantwortliche Palliativmediziner Udo Baramsky am Mittwoch. „Im ersten Jahr haben wir 65 Patienten betreut. Diese Zahl haben wir in 2014 jetzt schon erreicht.“
In den drei Jahren hat das Team der SAPV (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) in der Gemeinde Ganderkesee und in der Stadt Delmenhorst insgesamt etwa 500 Patienten versorgt, circa 330 davon ambulant. Die meisten Betroffenen seien zwischen 45 und 60 Jahre alt. Die zunehmende Zahl an Betreuungsfällen habe aber nicht unbedingt etwas mit erhöhtem Bedarf zu tun, meint die Leitende Koordinatorin Bianca Thümler: „Wir sind inzwischen bekannter geworden. Es musste sich erst herumsprechen, dass es uns gibt.“ Weitere Infos über das Palliativ-Care-Team unter
