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Die Sportart werde vor allem von Geschwindigkeit und Bewegung beherrscht. Tina Richter-Vietors tödlicher Unfall sei „eine Verkettung unglücklicher Umstände“.
VoN Norbert wahn
Frage:
Herr von Essen, Sie haben schon so manchen Titel als Vielseitigkeitreiter des Ammerländer Reitclubs Westerstede gewonnen. Nach dem tödlichen Unfall von Tina Richter-Vietor fragen sich viele: Wie gefährlich ist der Vielseitigkeitssport?
Von Essen:
Es gibt immer ein Risiko, in jeder Sportart. Bei uns kommen gleich zwei Elemente zusammen. Mensch und Tier. Wichtig ist: Der Reiter muss in sein Pferd hineinhorchen. Außerdem ist es ein Sport, der von Geschwindigkeit und Bewegung beherrscht ist. Hinzu kommt eine starke Konzentration. Tina war ein absoluter Profi. Wir haben uns regelmäßig bei Meisterschaften getroffen. Ihren Unfall kann man nur mit der Verkettung unglücklicher Umstände erklären.
Frage:
Sind die Reiter besonders geschützt?
Von Essen:
Wir tragen eine Kappe, die bei Stürzen nicht verrutschen kann und nach einem Sturz nicht mehr eingesetzt wird. Außerdem schützt eine eingeschaumte Weste den Brustkörper.
Frage:
Wird trainiert, wie man sich bei Stürzen richtig verhält?
Von Essen:
Sicherlich. Aber im Grunde genommen sind es Reflexe, die dann ablaufen. Ich bin zum Glück noch nie mit einem Pferd gestürzt.