BÜrgerfelde - Sie sind aus Syrien, dem Irak, Iran oder aus Afghanistan geflüchtet – und nun spielen sie gemeinsam mit 50 Jugendlichen aus der Gemeinwesenarbeit Bloherfelde, der Jugendfreizeitstätte Osternburg, der Everstener Freizeitstätte „Die Villa“, der Krusenbuscher Freizeitstätte „Frisbee“ sowie der Freizeitstätte Kreyenbrück von Oldenburger Freizeitstätten Fußball.
Der mobile Soccercourt – eine Art tragbares Fußballfeld – des Präventionsrats Oldenburg stand am späten Mittwochnachmittag am Flüchtlingsheim der kommunalen Gemeinschaftsunterkunft Gaußstraße auf dem ehemaligen Fliegerhorst.
Davon, dass Integration über Sport gut gelingen könne, ist Klaus Berster vom Arbeitskreis Sport im Präventionsrat Oldenburg und Ehrenpräsident des VfB Oldenburg überzeugt: „Das zeigen die Beispiele des aktuellen VfB-Torhüters Mansur Faqiryar und des VfB-Mittelfeldspielers Mustafa Azadzoy, die heute Spieler der afghanistanischen Fußball-Nationalmannschaft sind“.
Ulf Gebken vom Institut Integration durch Sport und Bildung der Universität Oldenburg zeigte sich am Ende der Veranstaltung zufrieden: „Die Resonanz war sehr positiv. 60 Jugendliche, darunter zehn aus dem Flüchtlingsheim, haben gemeinsam gespielt. Auch die 20 Erwachsenen haben sich beteiligt – eine tolle Veranstaltung.
Ziel des Nachmittags ist es, das gemeinsame Fußballspielen zu nutzen, um Vorbehalte abzubauen und die Integration der Flüchtlinge in die Angebote der Stadt Oldenburg zu unterstützen. Gebken erklärt weiter: „Dieser ,Kick’ ist ein sportlicher Anfang und wird in den kommenden Wochen in den beteiligten Jugendfreizeitstätten fortgesetzt. Durch Spiel, Sport und Bewegung kann es gelingen, soziale, emotionale und moralische Kompetenzen zu stärken.“ Es würden Schutzfaktoren gegen Gewalt, Mobbing und delinquentes Verhalten aufgebaut werden, so der Experte vom Institut Integration durch Sport und Bildung.
