Ahlhorn - Das Ahlhorner Straßenfest hat sich offenbar einen Namen gemacht, denn die Resonanz am Sonntag ist sehr groß ausgefallen. „Die ersten Ständen sind schon am Samstagabend aufgebaut worden“, so Lothar Pundt von der Flohmarktcompany. Am Sonntag gegen 8 Uhr spitzte sich die Situation sogar derart zu, dass der Verkehr zeitweise gar nicht fließen konnte, da schon alles mit Ständen zustand. Die Sperrung der Ortsdurchfahrt, ursprünglich erst in der Mittagszeit vorgesehen, wurde von der Polizei aus Sicherheitsgründen vorzeitig vorgenommen. „Wo sollten die Leute auch hin?“, so der Flohmarktveranstalter, der hochzufrieden war: „Super, super, super“, sagte er als Fazit, „das beste Straßenfest bisher“.

Tatsächlich herrschte am Sonntagnachmittag Hochbetrieb im gesperrten Bereich zwischen Kreisel und Kreuzung Visbeker Straße. Dabei überwog deutlich der Flohmarktcharakter, bei dem professionelle Händler mit dem üblichen Technik-, Textil-, Handyhüllen- und Lederwarenangebot das Bild bestimmten. Private Anbieter waren in der Minderheit.

In dem Flohmarkttrubel liefen die Aktionen der örtlichen Gruppen und Vereine mitunter fast Gefahr, erst spät wahrgenommen werden. So gab es auf dem Parkplatz des einstigen Markant-Marktes einiges zu sehen. Die vier jungen Mädchen des Bürgervereins hatten alle Hände voll zu tun, um allen Schminkwünschen nachzukommen. Monster bei den Jungen, Eisprinzessin Elsa bei den Mädchen: Das waren die Renner.

Musik steuerte die Gruppe Wildes Blech bei. Markant war das Abschleppfahrzeug von Brüning Transporte. Die „Nordmänner“ hatten sich einiges einfallen lassen. Dazu zählten auch Rundfahrten im Ex-Bundeswehr-Jeep. Bei Edeka drehte sich der Looping-Louie, betreut vom TV Ahlhorn. Er war auch mit seinen Tanzgruppen vertreten, ebenso wie der Budo-Club mit Vorführungen.

Dass viel los war, bestätigten auch Birte Schütte und Claus Andräß. Bei der Codieraktion für Räder hatten sie nonstop zu tun, erzählten die beide Polizisten. „Das ist noch mehr als im Vorjahr“, schätzte Rolf Löschen, Vorsitzender des Bürgervereins, den Zuspruch ein. Federführend für dieses Fest ist der örtliche Gewerbe- und Handelsverein, hier besonders Karina Lottes.

In der Zeppelinstraße hatten die Messdiener der katholischen Gemeinde ihren Stand aufgebaut und lockten mit der Herstellung von Spritzbildern die Kinder an. Wer es ruhiger mochte, war im Café bei Schreibwaren Kirchgeorg gut aufgehoben. Ohnehin gab es einiges an Speisen und Getränken bei dem Straßenfest.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement