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Winterpause (Inter)national unterwegs

Tatiana Gropius

Landkreis - Während die Fußballer vom Kreisligisten TuS Heidkrug schon im portugiesischen Almeirim, in der Nähe von Lissabon schwitzten, trainieren andere heimische Clubs entweder draußen bei klirrender Kälte oder auch mal in der Soccerhalle. Die Kreisligavereine gestalten ihre Vorbereitung während der Winterpause recht unterschiedlich – ein kleiner Streifzug:

„Die Flüge sind günstig und die Pension auch. Das Training in einer Soccerhalle über die Winterwochen wäre ähnlich teuer“, ist Selim Karaca, Trainer des TuS Heidkrug, überzeugt. Jeder Spieler bezahle die Reise selber. Im portugiesischen Almeirim, auch Heimatstadt des Co-Trainers Jorge Jacinto, legte der TuS in der vergangenen Woche drei Trainingseinheiten am Tag hin. „Seitdem wir das Trainingslager in Almeirim machen, ist der Zusammenhalt deutlich gewachsen. Wir sind nicht nur eine Mannschaft, wir sind Freunde“, sagt Karaca. Bevor man mit dieser Reise angefangen habe, hätte es zum Teil Schwierigkeiten gegeben überhaupt eine komplette Mannschaft zusammenzubekommen. Gemeinsame Erinnerungen schaffen – das ist das Hauptziel eines solchen Trainingslagers.

Team-Building

Nach Antalya Lara, einen türkischen Urlaubsort, zieht es den SV Baris. Vormittags Lauftraining am Strand, nachmittags eine Runde im Kraftraum und abends Spieltraining bei frühlingshaften Temperaturen unter freiem Himmel. Das sind Trainingsbedingungen, von denen der Verein überzeugt ist. „Wir fliegen jetzt schon seit drei Jahren nach Antalya Lara. Das ist für viele bei uns natürlich auch wie Urlaub in der Heimat, weil viele von unseren Spielern türkische Wurzeln haben“, erklärt Trainer Önder Caki. Für ihn stehe vor allem das Team-Building im Vordergrund.

Klaus Delbanco, Trainer des TSV Großenkneten, sieht Trainingslager im Ausland eher kritisch. Seiner Meinung nach gerate der sportliche Aspekt hierbei zu sehr in den Hintergrund. „Wir haben noch nie eine große Auslandsreise gemacht. Bei uns steht dafür immer eine Überraschungsfahrt im Sommer an.“ Ähnlich sieht es Andree Höttges vom Nachbarn FC Huntlosen. „Wir sind Hobbyfußballer. Was sollen solche teuren Reisen?“, fragt sich der FC-Coach. Hinzu kommt, dass sowohl sein Club als auch die Großenkneter über einen Kunstrasenplatz verfügen – und somit auch bei schlechten Wetterbedingungen in der Regel durchgängig draußen trainieren können.

Ob Trainingslager vor Ort oder im Ausland – ein Verein wird sie alle in den Schatten stellen: der TV Dötlingen. Die erste Mannschaft fliegt in diesem Jahr ins Trainingslager nach Miami. „Ja, leider!“, beginnt Trainer Markus Welz und lacht. „Ob ich diesen langen Flug überhaupt unbeschadet durchalte? Ich bin ja der Älteste“, schmunzel der Coach. Eigentlich sei es eine Schnapsidee gewesen, die dann aber auf so viel Zuspruch stieß, dass die Mannschaft jetzt vom 27. bis zum 30. Januar nach Miami fliegt.

Über den großen Teich

Teurer als ein Mallorcaurlaub sei die Reise übrigens nicht, versichert Welz. Geplant sind beim Miami-Trip, den ebenfalls jeder selber zahlen muss, eine Trainingseinheit auf einem Hochhausdach, eine Speed-Boat-Tour und ein Miami Heat-Spiel. Außerdem stehen noch zwei Testspiele an. „Als erstes spielen wir gegen Play Soccer Miami und danach gegen Miami FC.“ Doch ist auch Welz klar, dass der Miami-Trip hauptsächlich eine Erlebnisreise werden wird. „Wir trainieren jeden Tag. Trotzdem wollen wir, dass unsere Spieler später mal erzählen können: Wir haben in Miami ein Fußballspiel bestritten.“ Um ein „richtiges“ Trainingslager kommen die Spieler trotzdem nicht rum. Im Februar müssen die Dötlinger auf dem Kasernengelände in Seedorf ran. „Dann ist der Spaß vorbei“, sagt Coach Welz und lacht.

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