Oldenburg - Das aus der Pferdewoche hervorgegangene internationale Reitturnier „Oldenburger Pferdetage“ hat seit 2001 zahlreiche Veränderungen erfahren. Jahr für Jahr hat Turnierchef Dr. Kaspar Funke mit seiner Agentur Escon-Marketing am sportlichen und wirtschaftlichen Format des Hallenklassikers gefeilt. Wenn nun vom 8. bis 10. November die 13. Auflage der Pferdetage als CSI-Turnier in Oldenburg ausgetragen wird, präsentiert sich die Veranstaltung mit so vielen Neuerungen wie nie zuvor.
Auffälligste Veränderung: Das Turnier findet nur noch an drei Tagen statt. Der Donnerstag wurde ersatzlos gestrichen. „Das 4-Tage-Programm ist ad acta gelegt“, sagt Funke und verweist auf das völlig überarbeitete, neue Veranstaltungskonzept. „Wir müssen uns für die Zukunft rüsten. Neue Chancen sehen und diese auch nutzen“, führt er aus. Alles sei deswegen auf den Prüfstand gekommen.
Sehr zum Leidwesen vieler Schüler aus Weser-Ems. Denn der Donnerstag beheimatete zuletzt ihr großes Finale im Schulwettbewerb Reiten. Den Veranstaltungsplatz, der seit 1990 über zwei Jahrzehnte lang durch die spektakulären Darbietungen der vielen hundert Schulreiter geprägt worden war, gibt es zukünftig nicht mehr.
Funke muss nach eigenen Angaben ganz intensiv rechnen und den „Zuschauerzuspruch für den Donnerstag sehe ich nicht“, sagt er. Ohne Schüler, dafür aber mit einer Neuausrichtung des Turniers will Funke das Publikum für den Reitsport faszinieren.
Mit dem Umzug der Pferdetage in die neue große EWE-Arena mit einer Zuschauerkapazität von jetzt 4000 Besuchern und der Umgestaltung der bisherigen Haupthalle als großzügigen Abreiteplatz (mit jetzt einer Fläche von 65 mal 25 Metern) sowie ein in das Reitgeschehen integriertes Ausstellerforum soll der Erlebniswert nochmals deutlich gesteigert werden.
„Wir heißen nicht Fußball“, betont Funke, „wir haben ein Nischenprodukt, das bestens präsentiert werden muss“. Schließlich hätten sich seine Pferdetage zunehmend dem Wettbewerb mit anderen Sportarten und Veranstaltungen zu stellen.
Die sportlich hochwertigen Prüfungen (Großer Preis, Grand Prix Special, das TV-Springen am Sonnabend) sowie die Nachwuchswettbewerbe (Vereinsdressur, das Prix St. Georges Jahresfinale oder Junior Trophy) bilden feste Programmpunkte, gleichwohl will Turnierchef Funke den Gesamtetat der Pferdetage von rund 800 000 Euro um 50 000 Euro senken.
