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Zwei Testspiele am Wochenende
Seit Freitag
ist die Oberliga-Mannschaft der TSG Hatten-Sandkrug im heimischen Sportforum in Sandkrug im Trainingslager. Die Handballer greifen auch zum Ball. An diesem Sonnabend, 18 Uhr, empfangen sie ihren Oberliga-Konkurrenten HSG Varel II zu einem Testspiel. Am Sonntag, 12 Uhr, trifft die TSG in der Halle des Gymnasiums in Edewecht auf den Zweitliga-Aufsteiger VfL Edewecht.
Gespräch mit Henning Sohl, Trainer der Oberliga-Handballer der TSG Hatten-Sandkrug. Mit seiner Mannschaft bereitet er sich seit einer Woche auf die neue Saison vor.
Von Lars pingel
Frage:
Eine Woche der Vorbereitung liegt hinter Ihnen und hinter Ihrer Mannschaft. Sind Sie zufrieden?
Sohl:
Ich bin sogar richtig gut zufrieden. Es passt alles. Die Einheiten sind knackig, aber alle ziehen mit. Die Jungs fluchen zwar manchmal wie die Rohrspatzen. Doch sie halten zusammen und ziehen sich gegenseitig mit. Das ist richtig klasse.
Frage:
18 Spieler gehören dem Kader an. Er ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich größer geworden. Warum?
Sohl:
Das ist zum einen eine Reaktion auf die vergangene Saison. Immer wieder trat das Team geschwächt an, weil der eine oder andere Spieler verletzt ausfiel. Um eine Saison vernünftig durchzustehen, ist ein breiter Kader wichtig. Durch unsere Neuzugänge sind wir besser aufgestellt als vor einem Jahr. Ich bin mir sicher, dass wir uns auch qualitativ verbessert haben. Die fünf Neuen Marco Kirschen, Björn Schilke, Sebastian Rabe, Helge Voigt und Fabian Knieling bringen uns ein gutes Stück voran. Mirco Neunzig ist noch jung, er wird bei uns an den Männer-Bereich herangeführt. Damit sind wir bei dem Thema, das uns sehr, sehr wichtig ist. Wir wollen unsere jungen Spieler, also diejenigen, die aus der TSG-Jugend aufgerückt sind, weiter fördern, aber auch fordern. Sie gehören daher auch alle mit zum Kader.
Frage:
Sie werden vermutlich im Verlauf der neuen Saison immer wieder schwere Entscheidungen treffen müssen, wenn es darum geht, wer nicht spielt.
Sohl:
Das stimmt. In einem 18er-Kader besteht die Gefahr, dass Unzufriedenheit entsteht. Ich sehe das als ein Luxusproblem an. Noch einmal: Wir wollen die Jugend fördern, deshalb nehmen wir die jungen Spieler mit in den Kader. Wir brauchen aber auch erfahrene Spieler, die die Mannschaft führen. Letztendlich müssen die Spieler wissen, dass die Mannschaft entscheidend ist. Es ist völlig egal, wer wie viele Tore geworfen hat und wer wie lange gespielt hat, wenn wir uns nach dem Schlusspfiff über einen Sieg freuen dürfen.
Frage:
Die Zugänge müssen ins Spielsystem integriert werden. Wie wollen Sie das erreichen?
Sohl:
Wenn in etwa einer Woche der erste Teil der Vorbereitung, in dem das Ausdauertraining absolut im Vordergrund stand, beendet ist, werden wir daran intensiv arbeiten. Dazu gehört, dass wir einige Testspiele absolvieren oder gemeinsam mit anderen Mannschaften trainieren. Ich werde dann in Blöcken spielen lassen, um alle zu sehen. Dabei wird man feststellen, welche Systeme wir spielen können. Sicher ist schon jetzt, dass wir unterschiedliche Abwehrformation aufbauen können.
Frage:
Welches Saisonziel peilen Sie an?
Sohl:
Das Saisonziel ist ein Platz unter den ersten Sechs. Es sind ein paar unbekannte, neue Mannschaften in der Liga, die schwer einzuschätzen sind, aber sicherlich eine gute Rolle spielen werden. Der ASTV Habenhausen, der TV Grambke und der VfL Fredenbeck II zum Beispiel. Die HSG Varel II wird sicher wieder eine gute Rolle spielen, die HSG Wilhelmshaven auch. Der Topfavorit ist für mich aber der TV Cloppenburg. Im Reigen dieser Mannschaften wollen wir mitmischen. Das müssen wir mit diesem Kader aber auch.