Der langjährige Bundesliga-Torwart (u.a. Mainz 05) äußert sich zu den Torhüterpatzern bei der WM. Der gebürtige Braker (36) sucht derzeit einen neuen Verein.
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FRAGE:
Sie haben die kapitalen Patzer des Engländers Robert Green sowie des algerischen Schlussmanns Fawzi Chaouchi vor dem Fernseher verfolgt. Leidet man als Torwart mit den Kollegen mit?
WACHE
: Natürlich leidet man mit! Vor allem, wenn man weiß, was danach noch so alles passiert, wie man etwa in den Medien und in der Heimat zerrissen wird. Das Beste ist dann, man sieht sich das alles gar nicht an, lässt es nicht an sich heran.
FRAGE:
Haben Sie sich schon mal einen solchen Schnitzer erlaubt?
WACHE
: Na klar, da ist mir nicht nur einer in Erinnerung, das ist einfach menschlich. Klar ist das jetzt bei einer WM passiert, und da geht es um eine ganze Menge. Aber es sind eben doch alles nur Menschen.
FRAGE:
Was geht einem nach solch katastrophalen Fehlgriffen als erstes durch den Kopf?
WACHE
: Im ersten Moment denkt man an eine imaginäre Schaufel, mit der man sich am liebsten sofort irgendwo einbuddeln möchte. Nach dem Spiel ist dann die wichtigste Frage, wie ein Torwart diesen Fehler verkraftet. Mich würde es freuen, wenn Green im zweiten Spiel der Engländer noch eine Chance bekommt. Ich fürchte aber, das wird nicht so sein.
FRAGE:
Warum haben vor allem die Engländer seit Jahren schon ein Torwartproblem?
WACHE
: Ich glaube, es wird dort zu wenig Nachwuchsarbeit geleistet. In Deutschland ist das anders. Allerdings kann ich hier nicht nachvollziehen, dass einige Bundesligisten auf ausländische Torhüter setzen, statt auf den eigenen, guten Nachwuchs.