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NWZonline.de Sport

INTERVIEW: Ironman Stadler bekommt weiche Knie

04.01.2005

LEIPZIG LEIPZIG/DPA/SID - Triathlet Norman Stadler hat mit seinen Aussagen über die Platzierung der dreifachen Paralympics-Siegers Wojtek Czyz bei der Wahl zum Sportler des Jahres für Unverständnis und für Empörung gesorgt. Als schärfster Kritiker trat Bundeskanzler Gerhard Schröder hervor. „Die Aussagen sind unglaublich und beschämend. Eines wahren Sportmannes unwürdig. Ein ganz böses, ja bösartiges Foul“, sagte Schröder. Stadlers Verein MTG Mannheim hat den Athleten gestern suspendiert.

Hawaii-Sieger Stadler hatte in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ beklagt, dass er mit seinem neunten Rang um vier Plätze hinter Czyz gelandet war. „Ein echtes Problem habe ich damit, dass mit Wojtek Czyz ein Behinderter vor mir steht. Man muss die Leistung honorieren. Ich habe mir siebzehn Jahre den Hintern aufgerieben, und dann kommt wegen irgendeiner Story ein behinderter Sportler, der das seit zwei Jahren macht, da vorne rein, weil er in Athen den Bundeskanzler umarmt hat“, sagte der „Ironman“.

Auch gegen den siebtplatzierten Fabian Hambüchen hatte Stadler gewettert: „Hambüchen ist ein junger, netter Kerl, aber er war einmal Siebter bei Olympia. Er hat auch von diesem tragischen Unfall von Ronny Ziesmer profitiert, auch dadurch kam Kunstturnen wieder in den Fokus der Öffentlichkeit.“

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. „Ich habe viele Mails mit schlimmen Aussagen bekommen. In einer stand: Du gehörst verbrannt“, erzählt der 31-Jährige, der sich missverstanden fühlt: „Ich wurde in dem Interview mit dem Wahlergebnis überrascht und habe so was dann aus Versehen, vielleicht auch in Rage gesagt. Aber ich habe doch nichts gegen Behinderte“, stellte Stadler klar.

Am Montag schlug der Versuch einer Kontaktaufnahme mit dem im Urlaub weilenden Wojtek Czyz fehl. „Ich habe versucht, ihn zu erreichen. Ich wollte mich entschuldigen. Ich habe mich aber im Internet in sein Gästebuch eingetragen“, sagte Stadler, der sich auch beim Deutschen Behinderten-Sportverband (DBS) für seine Aussagen entschuldigen will.

Beim Ironman in Frankfurt will Stadler zudem die Bonusgelder einem Fonds für Behinderte zukommen lassen.

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