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NWZonline.de Sport

Sensation und Skandal: Juves Pokal-K.o., Džekos Spuckattacke

31.01.2019

Rom (dpa) - Die Demütigung der Roma war sowieso schon groß, da sorgte der ehemalige Bundesligatorjäger Edin Džeko noch für einen Eklat: Bei der 1:7-Pleite des AS Rom gegen den AC Florenz im Pokal-Viertelfinale verlor er die Fassung, spuckte den Schiedsrichter an und wurde vom Platz geschickt.

Nun droht dem Ex-Wolfsburger eine lange Sperre. Doch das war nicht der einzige Aufreger in dieser denkwürdigen italienischen Pokalnacht: Der derzeit als unschlagbar geltende Rekordmeister Juventus Turin flog mit Superstar Cristiano Ronaldo aus dem Pokal.

Im Fußball-Land Italien, das so stark von nur einem Club dominiert wird, war die Sensation perfekt. "Man kann sie doch noch besiegen", schrieb die Zeitung "La Repubblica" nach dem 0:3-K.o. der Turiner am Mittwochabend gegen Atalanta Bergamo. Die Pleite war Juventus' erste Niederlage in Italien seit Saisonbeginn. Weltfußballer Ronaldo muss den Traum vom Triple nun genauso begraben wie seine beiden deutschen Teamkollegen Emre Can und Sami Khedira.

Auch Juve sei eine "menschliche" Mannschaft, versuchte sich Coach Massimiliano Allegri in Erklärungen. Schließlich könnte selbst die stärkste Mannschaft nicht alle Spiele gewinnen. "Es lag in der Luft", sagte Allegri.

Während der Partie war er allerdings weniger entspannt. Weil er vor dem 0:2 ein Foulspiel an Paolo Dybala gesehen haben wollte und lautstark protestierte, schickte ihn Schiedsrichter Fabrizio Pasqua noch in der ersten Halbzeit auf die Tribüne. Allegri räumte später ein: "Es war richtig, mich vom Platz zu schicken. Ich habe die Beherrschung verloren, und der Schiedsrichter war tadellos."

In der Serie A liegt Juventus dennoch auf Kurs, den achten Meistertitel in Folge zu gewinnen. Viel wichtiger als der Pokal ist vor allem der Wunsch, endlich mal wieder die Champions League zu gewinnen. Die hatte Juve zuletzt 1996 gewonnen.

Bergamo steht neben Florenz und dem AC Mailand als drittes Team im Halbfinale. Abgeschlossen wird das Viertelfinale am Donnerstag mit der Partie von Inter Mailand gegen Lazio Rom.

Unter Druck steht nach dem Pokal-Aus der AS-Rom-Trainer. Eusebio Di Francesco wollte nichts von einem Rücktritt wissen, sprach aber von einer "beschämenden Performance" und sagte: "Das Einzige, was man jetzt tun kann, ist sich bei seinen Fans zu entschuldigen." Und Roms Sportdirektor Monchi kommentierte: "Es ist sehr hart, vielleicht das schlechteste und schmerzlichste Spiel meiner Karriere als Sportdirektor." 

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