Salzgitter/Sande - Der Traum vom Meistercoup bei den Jadehaien lebt – und wie: Mit dem zweiten klaren Sieg binnen 24 Stunden gegen die Salzgitter Icefighters sind die Eishockey-Spieler des ECW Sande ins Playoff-Finale der Regionalliga Nord gestürmt. So ließ die in allen Belangen überlegene Mannschaft des Trainerduos Nick Hurbanek/Slava Koubenski auf den 9:4-Heimerfolg vom Vortag am Sonntagabend einen 8:2 (3:0, 2:0, 3:2)-Kantersieg am Salzgittersee folgen und unterstrich damit zugleich eindrucksvoll ihre Titelambitionen.
„Das war schon ganz gut“, bilanzierte Hurbanek nach dem ersten Auswärtssieg der Sander in Salzgitter seit zwei Jahren: „Damit haben wir jetzt schon mehr erreicht, als wir vor der Saison wollen. Und jetzt müssen die Jungs zeigen, dass sie auch noch die letzten Schritte unbedingt erfolgreich gehen wollen.“
Warten auf Finalgegner
Der Gegner im Finale steht indes noch nicht fest, denn die Harzer Falken glichen parallel in Spiel zwei der anderen Halbfinal-Serie aus. Zwei Tage nach der überraschenden 3:6-Heimpleite von Freitagabend gegen den Adendorfer EC revanchierten sich die Braunlager dank einer Leistungssteigerung im Schlussdrittel mit einem 5:0 (0:0, 0:0, 5:0)-Erfolg beim AEC. Das alles entscheidende dritte Spiel steigt nun am kommenden Freitag um 20 Uhr auf dem Wurmberg.
Mit dem Sieger messen sich die Jadehaie dann aller Voraussicht nach am Sonntag in Spiel eins der Finalserie, die ebenfalls im „Best of three“-Modus ausgespielt wird. Setzt sich der Titelverteidiger durch, findet das Auftaktduell bei den Falken statt. Im Falle des AEC-Erfolges hat Sande Heimrecht.
Früher Doppelschlag
Mit einem frühen Doppelschlag war das ECW-Team am Sonntagabend vor 620 Zuschauern durch Kapitän Sergejs Piskunovs (7. Minute) und Artjoms Tretjakovs (8.) bestens in Spiel zwei gestartet. Routinier Marian Dejdar legte kurz vor dem Drittelende sogar noch das 3:0 nach (19.).
Bereits im zweiten Durchgang stellten die Gäste, die in Maksims Cmutovs einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten hatten, die Weichen durch einen Doppelpack von Tretjakovs (22., 25.) zur komfortablen 5:0-Führung vorzeitig auf Sieg. „Wir haben im Vergleich zum Hinspiel ein paar taktische Veränderungen vorgenommen, denn wir wussten ja, dass die Icefighters kommen mussten, um nicht auszuscheiden“, erläuterte Hurbanek. So machten die Sander vor allem die Mitte dicht, um nicht – wie bei den letzten Malen in Salzgitter – ins offene Messer zu laufen und überfallmäßig ausgekontert zu werden. „Unsere Jungs haben die Vorgaben gut umgesetzt“, lobte Koubenski.
Im Schlussdrittel stellten Edgars Mamajs (41.) und Tretjakovs mit seinem vierten Treffer des Abends auf 7:0 (42.). Die nie aufsteckenden Salzgitteraner, bei denen erneut der verletzte Liga-Topscorer Tomas Cermak schmerzhaft vermisst wurde, kamen durch Adam Strakos zum 1:7 (51.), ehe Vladislavs Barkovskis postwendend das 8:1 markierte (51.). Den Schlusspunkt setzte Daniel Herklotz (55.).
Starke Paradereihe
„Alle haben bei uns ihre Sache wieder gut gemacht“, lobte Hurbanek eine geschlossene Teamleistung. Wobei die brandgefährliche Paradereihe mit Dejdar (39 Jahre), Tretjakovs (20) und Barkovskis (22) ein kleines Stückchen herausragte: „Wenn der Vater so mit seinen beiden Söhnen spielt, dann haben alle ihre Freude dran“, sagte der ECW-Coach mit einem Augenzwinkern und Blick auf das Alter der drei ECW-Stürmer.
Playoffs, 1. Halbfinale, Spiel 2: Salzgitter Icefighters - ECW Sande 2:8 (0:3, 0:2, 2:3)
Tore 0:1 Piskunovs (7. Minute/Vorlage Galwas), 0:2 Tretjakovs (8.), 0:3 Dejdar (19./Tretjakovs), 0:4 Tretjakovs (22./Dejdar/Barkovskis), 0:5 Tretjakovs (25./Dejdar/Holiga), 0:6 Mamajs (41./Balakuns, Barkovskis), 0:7 Tretjakovs (42./Dejdar/Barkovskis), 1:7 Strakos (51./Kanak, Müller), 1:8 Barkovskis (51.), 2:8 D. Herklotz (55./Ceglarski, Bahr).
Strafminuten 12 Salzgitter – 18 Sande.
Zuschauer 620.
2. Halbfinale, Spiel 2: Adendorfer EC - Harzer Falken 0:5 (0:0, 0:0, 0:5)
Zuschauer 1745.
