Papenburg/Wesermarsch - Er hat lange auf seinen ersten großen Titel warten müssen. Am Wochenende hat er sich seinen Traum erfüllt: Leichtathlet Jan Kleinekathöfer von der SG akquinet Lemwerder ist Bezirksmeister im Weitsprung. In Papenburg holte er sich den Titel in der Altersklasse MU20 mit 5,99 Metern.

In der Vergangenheit habe er oftmals Topleistungen in vielen Disziplinen gezeigt, die Titel seien aber an die Spezilisten gegangen, heißt es seitens des Vereins. Doch diesmal jubelte Jan. Favorit Simon Drab vom SV Friedrichsfehn hatte Probleme mit der Anlage. Jan übernahm mit 5,88 Metern im fünften Durchgang die Führung. Mit 5,99 Metern im letzten Durchgang machte er den Titelgewinn perfekt. Zudem überzeugte er mit 1,65 Metern im Hochsprung und mit 12,13 Sekunden über die 100 Meter. Auf der Sprintstrecke hatte er den Sprung ins Finale geschafft.

Auch sein Teamkollege Justin Frost (MU18) überzeugte. Nach Vereinsangaben sei er über 800 Meter das Rennen seines Lebens gelaufen. Er hängte sich beherzt an die Favoriten ran, biss auf den letzten 200 Metern auf die Zähne und kam in 2,11:30 Minuten ins Ziel. Damit qualifizierte er sich für die Landesmeisterschaft. Im Weitsprung belegte er im Finale mit persönlicher Bestleistung (5,54 Meter) Rang sechs – der verdiente Lohn für seine akribische Vorbereitung.

Auch Felix Eisenhauer (MU18) vom TuS Tossens zählt zu den besten Athleten des Bezirks: Er nahm zwei Vizetitel mit nach Hause und qualifizierte sich zweimal für die Landesmeisterschaft. Im Kugelstoßen standen am Ende 12,46 Meter, die er im letzten Versuch erzielt hatte, zu Buche. Im Sperrwurf holte er mit 44,10 Metern die Silbermedaille. Im Weitsprung landete er mit 5,06 Metern auf Platz 13 seiner Altersklasse.

Sein Trainer Jan-Wilhelm Hessenius war zufrieden. „Felix hat sich im Kugelstoßen gesteigert. Im Speerwerfen muss er noch an seiner Technik feilen. Aber es war sein erster Wettkampf in diesem Jahr.“

Felix’ Vereinskollege Eric Bode zählte ebenfalls zu den Topathleten des Wettbewerbs. Auch er ist bei den Landesmeisterschaften zweimal dabei. Im Kugelstoßen hatte er die Qualifikation schon bei der Kreismeisterschaft unter Dach und Fach gebracht. In Papenburg holte er sich mit 11,87 Metern den Vizetitel. Im Speerwurf machte er die Qualifikation mit 44,26 Metern und Platz drei klar. „Eric kann sogar noch weiter werfen“, meint Hessenius. Im Diskuswurf reichten 29,98 Meter zu Platz drei.

Karen Jendrek (WU18) von der SG Lemwerder schied über 100 Meter (13,92 Sekunden) im Vorlauf aus. Im Weitsprung wurde sie Vierzehnte (4,30 Meter), im Kugelstoßen Zwölfte (8,60 Meter) und im Speerwurf Fünfte (28,86 Meter). Ihre Teamkollegin Johanna Christen (WU20) verabschiedete sich über 100 Meter im Vorlauf mit 14,29 Sekunden. Im Weitsprung wurde sie Achte (4,07 Meter), im Speerwurf Fünfte (27,79 Meter).

Das 100-Meter-Finale der Frauen schloss Rebecca Christen (SGL) auf Platz vier ab (14,01 Sekunden). Im Weitsprung wurde sie mit 4,72 Metern Dritte, während sie sich im Speerwurf mit 30,58 Metern den Vizetitel holte.

Gesa Ruprecht (WU18) hatte das Tossenser Trio vervollständigt – und Pech, musste sie doch am Wettkampftag mit gesundheitlichen Problemen kämpfen. Ihre Ergebnisse über die 100 Meter, im Weitsprung und im Diskuswurf entsprechen nicht ihrem Leistungsvermögen.

Wolfgang Grave
Wolfgang Grave Redaktion Nordenham (Lokalsport)