Elsfleth - Was für eine Schlacht: In wahrhaft letzter Sekunde haben die Verbandsliga-Handballer des Elsflether TB am Sonntag ihr Heimspiel gegen die HSG Varel II mit 32:31 (14:13) gewonnen. Jan-Ole Geisler hielt die Hausherren mit seinem Last-Minute-Treffer im Aufstiegsrennen.

Dramatischer hätten die letzten 75 Sekunden in der Elsflether Stadthalle wohl kaum laufen können. 58:45 Minuten waren gespielt, als Maik Finger einen Siebenmeter zum 31:30 verwandelte. Bei 59:01 Minuten glich Varels Oliver Staszewski aus.

Nach kurzem Ballbesitz zog ETB-Trainer Ulrich Adami bei 59:29 Minuten die grüne Karte und beorderte seine Spieler zur Auszeit an die Bank. Der geplante Spielzug klappte nicht. Maik Finger beging ein Stürmerfoul.

Bei 59:45 Minuten beantragte wiederum Varels Coach Jaroslaw Frackowiak eine Auszeit – Spielstand immer noch 31:31. HSG-Rückraumspieler Andre Willmann holt zum finalen Schlag aus, doch sein Wurf landete in den Armen von Elsfleths Keeper Sascha Klostermann.

Der lange Pass des Schlussmanns landete bei Linksaußen Jan-Ole Geisler, der genau eine Sekunde vor der Schlusssirene das 32:31 für die Gastgeber erzielte.

Ein von Hektik geprägtes Handballspiel fand ein würdiges, weil hochdramatisches Ende. Dabei sahen die Elsflether Verantwortlichen vor der Partie nicht gerade glücklich aus. Einerseits hatte der punktgleiche Rivale um den zweiten Platz, TvdH Oldenburg, bereits am Sonnabend sein Heimspiel gegen den TSV Daverden mit 33:26 gewonnen.

Zudem verstärkte sich die HSG Varel mit drei Junioren-Nationalspielern aus ihrer Drittliga-Mannschaft. Keine guten Voraussetzungen für den ETB, der weiterhin auf Florian Doormann, Thorben Klostermann und Malte Janßen verzichten musste.

Zu allem Überfluss verletzte sich während der Partie auch noch der wurfstarke Chris Santen am Knöchel. Mit nahezu letztem Aufgebot wehrten sich die Elsflether gegen die drohende Niederlage. In einer sehr harten, aber nicht unfairen Partie bewiesen die Hausherren, aus welchem Holz sie geschnitzt sind.

„Mit dieser Leistung hätten wir vergangene Woche niemals bei der HSG Wilhelmshaven verloren“, meinte ein stolzer Coach Adami nach der aufwühlenden Partie.

ETB: S. Klostermann, Tieding, K. Danielzik - Finger (8/5), Geisler (5), C. Danielzik (4), B. Rußler (4), R. Rußler (4/1), Mohr (3), Santen (2), Hinz (2), Nitkowski.

Spielstationen: 4:2 (6.), 4:6 (10.), 8:9 (20.), 14:11 (27.), 14:13 (30.), 18:15 (37.), 21:18 (42.), 22:22 (47.), 29:27 (56.), 30:30 (59.), 32:31 (60.).