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Fußball So will Jeddeloh Rekordpleite abschütteln

Hatten mit dem Team viel aufzuarbeiten: Jeddelohs Trainer Key Riebau (links) und Analyst Benjamin Rabe nach der 0:7-Pleite am Samstag bei Phönix Lübeck

Hatten mit dem Team viel aufzuarbeiten: Jeddelohs Trainer Key Riebau (links) und Analyst Benjamin Rabe nach der 0:7-Pleite am Samstag bei Phönix Lübeck

IMAGO/ Felix Koenig

Jeddeloh - „Ich bin froh, dass wir am Mittwoch schon wieder spielen“, waren so ziemlich die ersten Worte, die Trainer Key Riebau nach der 0:7-Niederlage des SSV Jeddeloh am Samstagnachmittag bei Phönix Lübeck gesagt hatte. Nur vier Tage nach der Rekordpleite in der Regionalliga Nord müssen die Ammerländer Fußballer nun an diesem Mittwoch wieder antreten. Gegner um 19 Uhr in der 53acht-Arena ist der Drittliga-Absteiger SV Meppen.

Krachende Niederlage

Auch am Dienstagnachmittag war Riebau noch bedient: „Das war mehr als eine einfache Auswärtsniederlage, das war krachend und so nicht zu erwarten. Bei so einem Kollektivversagen ist es nicht einfach, diese Strömung zu erkennen, wie es zu dieser Nicht-Leistung kommt.“ Das Gute aus Riebaus Sicht ist, dass sein Team verstanden hatte, dass es am Mittwoch Wiedergutmachung leisten muss.

Die Mannschaft habe sich zusammengesetzt und realisiert, dass das Jeddeloher Spielsystem mit ein paar Prozentpunkten weniger nicht funktioniert. „Die Jungs werden ein ganz anderes Gesicht zeigen. Auch wenn ich nicht so blauäugig bin und weiß, dass von jetzt auf gleich am Mittwoch nicht wieder alles butterweich klappt“, sagt Riebau, der mit Galgenhumor hinterherschiebt: „Schlechter als am Samstag geht es auch nicht.“

Was muss gegen Meppen also besser laufen? „In Lübeck haben wir es taktisch völlig versäumt, uns zu bewegen. Das ist so hart, wie es klingt“, sagt Riebau. Er fordert deshalb gegen Meppen wieder mehr Bereitschaft mit und gegen den Ball zu arbeiten, die Lücken zu schließen und bei eigenem Ballbesitz kreativer zu agieren. Außerdem müssten die erfahrenen Spieler im Kader mehr vorangehen. Da gehe es auch um das Setzen von Zeichen, sagt Riebau.

Im ersten Heimspiel der Saison soll nun ein Erfolgserlebnis her. „Der Druck bei uns wird gerade nach so einem Spiel nicht weniger. Daher ist es gut, dass wir endlich zuhause ran dürfen“, sagt der SSV-Coach. Wie groß die personellen Umstellungen im Vergleich zu Samstag ausfallen werden, lässt Riebau noch offen. Hinter einem Einsatz von Bastian Schaffer (Meniskus) steht ein Fragezeichen. Kasra Ghawilu, Tom Kanowski und Tim Janßen fallen weiterhin aus. „Sicherlich wird es die ein oder andere Umstellung geben. Aber ich erwarte gerade von den Jungs, die am Samstag dabei waren, ein anderes Auftreten“, sagt Riebau.

Auch Meppen verliert

Gut ist die Stimmung aber auch beim nächsten Gegner nicht. Meppen verlor am Wochenende mit 0:1 gegen den Bremer SV. „Insgesamt war es ein Spiel unter dem Durchschnitt“, hatte Meppens Trainer Ernst Middendorp nach der ersten Niederlage im zweiten Saisonspiel gesagt. Auch in Meppen werde es noch Zeit brauchen, bis der große Umbruch im Kader nach dem Abstieg überwunden ist. „Auch Meppen steht unter Druck. Die Ambitionen des Vereins und des Umfelds sind etwas anders, als das, was da aktuell auf den Platz gebracht wird“, weiß auch Riebau.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland
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