JEREZ - Drei Wochen vor dem Auftakt der Formel-1-Saison am 14. März in Bahrain wird noch kräftig gepokert: Während die Top-Teams wie Michael Schumachers Mercedes-Rennstall ihre Karten noch nicht aufgedeckt haben, kämpfen die Neueinsteiger USF1 und Campos mit den Finanzen.
„Wir liegen im Plan, wissen aber, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben“, sagt Schumacher im Rückblick auf vier Tage in Jerez. Vor dem abschließenden Vier-Tages-Test ab Donnerstag will er kein endgültiges Urteil abgeben: „Barcelona wird ein wichtiger Test für alle sein.“
Der Spanier Alonso, der bei Ferrari in die Fußstapfen des siebenmaligen Weltmeisters treten will, schwärmt „vom besten Auto, das ich jemals hatte“. Auch für Vizeweltmeister Sebastian Vettel „sah Ferrari bislang sehr stark aus“. Der Red-Bull-Pilot erwartet neben den Roten und seinem eigenen Team aber auch Mercedes und McLaren ganz vorne. Mit dem gestiegenen Erwartungsdruck könne der 22-Jährige umgehen: „Weltmeister zu werden war schon im Vorjahr mein Ziel.“
Andere Ziele verfolgt Timo Glock. Mit Neuling Virgin will er „irgendwann im Mittelfeld kämpfen“. Bei Einsteiger Lotus spulte Routinier Jarno Trulli am Sonnabend 141 Runden am Stück ab. Die anderen Neulinge Campos und USF1 dagegen fehlten wegen finanzieller Probleme. „Wir arbeiten daran, mit der FIA zu klären, wie viele Rennen wir auslassen können“, berichtete USF1-Mitbegründer Anderson über Gespräche mit dem Weltverband. Davon würden auch Verhandlungen mit neuen Sponsoren abhängen.
