Jever - Gleich zwei Hallenfußball-Turniere um den „Jever-Fun-Cup“ sind am Wochenende unter der Regie des FSV Jever ausgespielt worden – und das erfolgreich. „Unser Jubiläumsturnier war eines der schönsten“, freute sich FSV-Sportwart Heiko Neumann, der bei der 30. Auflage schon am Samstag beim Wettstreit der Männerteams rund um die Uhr in der Turnierleitung im Einsatz war: „Wir hatten ein bunt gemischtes, überregional besetztes Starterfeld, ein sehr faires Miteinander – im ganzen Turnier gab es nur drei Zeitstrafen – und viel Spaß beim Kicken.“

Die weiteste Anreise hatte das Team von Tura Rüdinghausen. Allerdings konnten die Nordrhein-Westfalen nur mit einem Rumpfteam antreten. Grund: Einige Spieler der Mannschaft waren aufgrund der aktuellen Schneemassen in den Alpenvorländern in Österreich eingeschneit. So wurde das Tura-Team in Jever durch Akteure der gastgebenden Kiebitze ergänzt.

„Um die Mittagszeit wurde es beim Turnier schon recht eng auf der Zuschauertribüne“, berichtet Guido Jaskulska, Erster Vorsitzender des FSV Jever: „Immer wieder brandete Beifall auf, um sehenswerte Aktionen zu würdigen.“ Letztlich kam es zu einer Neuauflage des Vorjahresfinales: Die erste Mannschaft der Jeveraner traf auf den BV Bockhorn und verlangte dem klassenhöheren Favoriten alles ab. Erst im Neunmeterschießen setzte sich der BVB mit 5:4 durch. Das Neunmeterschießen um Platz drei gewann der FC Zetel, der zuvor im Halbfinale Bockhorn mit 1:5 unterlegen war, dank eines 2:1 gegen FCN Hooksiel. Die SG Wangerland/Tettens wurde Fünfter, Jever II Siebter.

Am Sonntag gab es auch beim Frauenturnier in der Jahnhalle engagierten Hallenfußball zu sehen. Da eine Mannschaft am Vorabend abgesagt hatte, bildete die Turnierleitung um Neumann in Absprache mit den anderen neun teilnehmenden Teams eine Allstars-Mannschaft.

Das Besondere: Die Mitglieder dieses Teams wechselten von Spiel zu Spiel. Jede Spielerin, die Lust hatte, sich nicht nur in der eigenen Mannschaft, sondern auch bei den Allstars einzubringen, konnte dieses tun. „Das hat sehr gut funktioniert“, freute sich Neumann. Das Mixed-Team spielte außerhalb der Wertung mit, hätte sich bei regulär zählenden Punkten aber sogar den Turniersieg sichern können. „Auch dieser Wettbewerb war Werbung für den Fußball“, sagte Jaskulska abschließend.

Im Finale setzte sich ATSV Scharmbeckstotel hauchdünn mit 1:0 gegen die SG WIR Westerstede/Ihlow/Riepe durch. Im Neunmeterschießen um Platz drei behielt Rot-Weiß Sande mit 3:1 gegen den VfL Wilhelmshaven die Oberhand. Der TuS Büppel II belegte den sechsten Rang vor WSC Frisia/TV Neuenburg und dem FSV Jever.