Jever - Mit gemischten Gefühlen haben die Verantwortlichen des FSV Jever ihre Bilanz der Saisonabschluss-Turniere für Kleinfeldmannschaften aus Anlass des „Edeka Wichmann-Cup“ gezogen. Dazu hatten sich Fußballteams von nah und fern auf dem Sportareal am Schützenhof eingefunden, um bei gutem Wetter die Saison sportlich ausklingen zu lassen.

„Wir haben das sehr gut gemeistert. Ich schaue mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge auf die Abschluss-Turniere zurück“, bilanzierte Guido Jaskulska, Erster Vorsitzender des FSV Jever: „Auf der einen Seite bin ich sehr stolz und dankbar, dass wir es auch dieses Jahr wieder gut hinbekommen haben, den angereisten Gästen einen tollen Rahmen zu bieten.“ Viele Trainer, Eltern und weitere Freiwillige hätten wieder gemeinsam mit angepackt, um den jüngeren Mannschaften des Spielbetriebes „einen würdigen Turnierrahmen“ zu geben.

„Gleichzeitig bin ich aber auch enttäuscht über die Tatsache, dass wir doch in nahezu jedem Wettbewerb noch bis zum Vorabend sehr kurzfristige Absagen hereinbekommen haben“, bedauerte der FSV-Vorsitzende: „Einzelne angemeldete Mannschaften sind unserem Turnier sogar unangekündigt ferngeblieben. Auch wenn ich dieses Problem natürlich von diversen Turnieren anderer Vereine bereits kenne, finde ich es sehr bedenklich.“

Diese Entwicklung mache es für die Organisatoren nicht einfacher, eine solche Großveranstaltung zu stemmen. Jaskulska: „Abhängig vom Teilnehmerfeld eines Wettbewerbes, kann diese Unzuverlässigkeit sogar dazu führen, dass man ein geplantes Turnier am Vortag absagen muss, so wie wir es mit dem geplanten Wettbewerb für D-Junioren machen mussten.“

Mit Blick auf die am Wochenende ausgetragenen Turniere in fünf Altersklassen hellte sich Jaskulskas nachdenkliches Gesicht aber wieder auf: „Schließlich haben ja trotzdem viele Teams den Weg zu uns gefunden. So haben 23 Kleinfeld-Mannschaften mit deutlich mehr als 200 Spielerinnen und Spielern – nach Aussage diverser Trainer und Eltern – zwei schöne Tage bei uns verlebt. Allein das war der Aufwand schon Wert.“

Sportlich stellten sich die Wettbewerbe für die gastgebenden Kiebitze recht unterschiedlich dar. Die D-Mädchen des FSV entschieden ihr „Blitzturnier“ unangefochten mit zehn Punkten vor dem TuS Büppel (4) und TuS Leerhafe-Hovel (2) für sich. Auch die G1 der Jeveraner (13) holte den Siegerpokal, gefolgt von der JSG Wangerland (11) und dem Heidmühler FC (10).

Derweil mussten sich die mit zwei Teams angetretenen F-Junioren der Marienstädter der SG Wangerland geschlagen geben und belegten somit einen guten zweiten bzw. dritten Platz. Die E2-Junioren des FSV (15) holten ebenfalls den beachtlichen zweiten Platz hinter dem TuS Bloherfelde (22). Derweil mussten sich die E1-Junioren und E-Mädchen mit hinteren Tabellenplätzen zufrieden geben.