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Gerätturnen Talente versetzen Publikum in Staunen

Jever - Ein im wahrsten Sinne des Wortes turbulentes Ende des Wettkampfjahres des Turnkreises Friesland-Wilhelmshaven gab es in der in der Sporthalle des Mariengymnasiums in Jever zu bestaunen. Beim bezirksoffenen Wettkampf im weiblichen Gerätturnen der Mannschaften um den Friesland-Pokal bekamen die Wertungsrichter und Zuschauer unzählige Drehungen, Sprünge, Kippen, (Rück-)Schwünge und andere Elemente zu sehen.

Zwei Durchgänge

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl war es notwendig, den Wettkampf der Mannschaften um den Friesland-Pokal in zwei Durchgänge zu teilen. Am Vormittag wurden die Pflichtübungen gezeigt, am Nachmittag die Kürübungen. Im ersten Durchlauf lag das Hauptteilnehmerfeld.

Trotz doppelter Gerätesätze verzögerte sich der Wettkampf. „Die noch jungen, fachlich schon sehr guten Kampfrichter, jedoch im Gesamtablauf sowie in der Organisation noch unerfahrenen Helfer, müssen auch hierzu ihre eigenen Erfahrungen machen dürfen“, erläuterte Wettkampfleiterin Jeanette Weigert: „Wir alle organisieren Wettkämpfe und Training ehrenamtlich. Und das heißt auch immer, dass alle dabei mit anfassen müssen.“

Im zweiten Durchlauf hatten die älteren Aktiven die Möglichkeit, ihre individuelle Leistung in die Mannschaft einzubringen, um ein möglichst gutes Teamergebnis zu erzielen.

Unter der organisatorischen Leitung der Oberturnwartin Jeanette Weigert waren vier Vereine des hiesigen Turnkreises gemeldet: TuS Glarum, WSSV, der gastgebende MTV Jever und erstmalig auch der TuS Zetel. Rund 180 Turnerinnen, verteilt auf 29 Mannschaften in 11 verschiedenen Wettkampfklassen, zeigten ihr Können.

Als Gastvereine waren der TuS Westerloy, Oldenburger Turnerbund, TV Huntlosen, SF Wüsting-Altmoorhausen, TG Wiesmoor und Sparta Werlte vertreten. „Die Anzahl der Teilnehmerinnen hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht “, freute sich Wettkampfleiterin Weigert: „Diese Entwicklung zeigt mir, dass das Wettkampfturnen im Team immer noch einen besonderen Anreiz ausübt und nach wie vor beliebt ist.“

Pflicht zum Auftakt

In elf Wettkampfklassen nach Altersstufen eingeteilt, wurde ein Gerätevierkampf in den Standarddisziplinen der Frauen geturnt: Reck/Stufenbarren, Boden, Schwebebalken und Sprung. Die zahlreichen Zuschauer auf der Tribüne erlebten Gerätturnen mit Niveau und Spannung.

Wettkampfklasse 11: In dieser Klasse traten vier Jeveraner Teams und eine Mannschaft aus Huntlosen gegeneinander an. Dabei turnten überwiegend junge Mädchen, die ihre ersten wertvollen Wettkampferfahrungen machen konnten und sichtlich Spaß daran hatten. Der TV Huntlosen holte sich am Ende den Pokal nach Hause. Der MTV Jever I wurde Zweiter ganz knapp dahinter mit nur 0,2 Zehnteln. Auch die Plätze drei und vier gingen an den MTV. Stärkste Turnerin in diesem Jahrgang war Hannah Weigert aus Jever. Mit 50,50 Punkten in der Einzelwertung führte sie das Feld an.

Wettkampfklasse 10: Sieben Mannschaften gingen im Jahrgang 2009 und jünger an den Start. Der MTV Jever I mit seinen wettkampferfahrenen Turnerinnen siegte souverän. Dicht dahinter folgten die Mädchen aus Wüsting-Altmoorhausen. Die Turnerinnen aus Glarum belegten Platz drei, gefolgt von drei weiteren Mannschaften aus der Marienstadt. Beste Turnerin dieses Jahrgangs war Marie Matzeschke (MTV).

Wettkampfklasse 9: Unter den vier angetretenen Teams konnte sich der MTV Jever den begehrten Pokal verdientermaßen sichern. Die weiteren Podestplätze belegten die Mädchen aus Wüsting-Altmoorhausen und der Wilhelmshavener SSV. Der MTV Jever II wurde Vierter. Auch in diesem Jahrgang kam die beste Turnerin aus Jever. Lilly Wins trug maßgeblich zum Sieg der der ersten Mannschaft bei. Alexandra Glück vom WSSV lag auch in der Einzelwertung auf Platz drei.

Wettkampfklasse 8: In dieser Klasse schenkten sich die Mannschaften aus Werlte, Westerloy, Wiesmoor, Zetel und Jever nichts. „Die Mädchen gaben alles und bescherten den Zuschauern einen spannenden Wettbewerb“, freute sich Weigert. Auch nach dem dritten Gerät war noch alles offen. Erst das Endergebnis nach dem letzten Gerät brachte Gewissheit: Das Team aus Zetel siegte mit einem hauchdünnen Vorsprung von 1,5 Punkten vor den Jeveranerinnen.

Trainerteam und Turnerinnen aus Zetel konnten es kaum fassen, schließlich war es ihr allererster Wettkampf im Pflichtstufenbereich überhaupt. Sparta Werlte belegte Rang drei, gefolgt von der TG Wiesmoor, dem MTV Jever II und TuS Westerloy. Beste friesische Turnerinnen waren Finja Jäger (TuS Zetel/2. Platz) und Joline Staub (MTV/3.). „Ich freue mich über das Engagement der Zetelerinnen und ihren Neustart im Wettkampfgeschehen“, betonte Weigert: „Ich bin sicher, wir sehen in Zukunft noch mehr von ihnen.“

Wettkampfklasse 7: Dort waren nur zwei Teams angetreten. Am Ende konnte die TG Wiesmoor den begehrten Pokal in Empfang nehmen und verwies den TuS Westerloy auf den Silberrang.

Kür zum Abschluss

Am Nachmittag traten die Kürteams an. Geturnt wurden die Kürstufen LK 4, LK 3 erleichtert und LK 3. Diese gliedern sich von leicht nach schwer – LK 1 ist die schwierigste, LK 4 die leichteste.

Wettkampfklasse 6 (LK 4/ Jahrgang 2005 bis 2008): In dieser Klasse trat jeweils eine Mannschaft des TuS Glarum und TV Huntlosen an. Die Glarumerinnen landeten als Mannschaft auf dem zweiten Platz – überraschend der Blick auf die Einzelwertungen: Als beste friesische Turnerin katapultierte sich die junge Romina Prause aus Glarum auf Platz zwei. Sie brachte hervorragende Ergebnisse in die Teamwertung ein.

Wettkampfklasse 5 (LK 4/ Jg. 2004 bis 2000): Mit über 15 Punkten Vorsprung vor der Mannschaft aus Wüsting-Altmoorhausen war das Ergebnis klar: Der TuS Glarum erreichte verdient das Goldtreppchen. Hanna Merkel war die überragende Turnerin in dieser Mannschaft. Sie landete auf Platz eins der Einzelwertung, gefolgt von Teamkameradin Raja Schroeder.

Wettkampfklasse 4 (LK 3 erleichtert/Jg. 2005 bis 2008): Die beiden Mannschaften aus Jever schenkten sich nichts. Ein Team ohnehin bereits geschwächt durch die Ausfälle von Ena Hinz und Lara Mattausch, musste am Wettkampftag weitere Hiobsbotschaften hinnehmen. Angelique Honing verletzte sich beim Einturnen an ihrem dritten Gerät und konnte den Wettkampf danach nicht zu Ende turnen. So war die gerade frisch in der Mannschaft aufgenommene Marie Fischer gefordert und musste einspringen. „Das gelang ihr hervorragend!“, lobte Weigert. Die Mannschaft konnte knapp vor ihren Vereinskolleginnen siegen. Luisa Fust vom TuS Oestringen war Gastturnerin in einer der Mannschaften. Stärkste Turnerin dieser Leistungsklasse war Lena Yersin, gefolgt von Marie Fischer und Jule Porten.

Wettkampfklasse 3 (LK 3 erleichtert/Jg. 2004 bis 2000): Die erste Mannschaft des Oldenburger TB siegte knapp vor der eigenen Zweiten.

Wettkampfklasse 1 (LK 3/ Jg. 2004 bis 2000): In dieser Klasse war nur das Team des MTV Jever angetreten und konnte den Pokal in Empfang nehmen. Die besten Geräte-Einzelergebnisse erreichte Ylva Conerus. Sie zeigte erstmalig ihre ganze Schraube am Boden und begeisterte durch ihre tänzerische Gewandtheit. Marie Reesing erzielte die Höchstwertung am Balken von allen angetretenen Kürturnerinnen am Nachmittag.

„Am Ende hat sich das anstrengende Training für alle Turnerinnen ausgezahlt“, bilanzierte Weigert mit Blick auf die vielen fröhlichen Gesichter bei der Siegerehrung, bei der es für alle Urkunden gab. „Gerätturnen bleibt ein optischer Magnet, und diese Meisterschaft hat ihren festen Platz im Veranstaltungskalender des Turnkreises“, betonte die Oberturnwartin.

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