Jever - Heimspiel verloren, aber für die Zukunft Mut geschöpft: „Wir können die Niederlage verkraften, weil wir aus diesem Spiel sehr viel Positives ziehen konnten“, bilanzierte Pressesprecher Malte Stickel die 6:9-Heimniederlage des Tischtennis-Oberligisten MTV Jever gegen Hannover 96.

Nach den vorherigen beiden wertvollen Erfolgen des Tabellenfünften aus Friesland, bei denen sich der verletzte Florian Laskowski zwar aufstellen ließ, aber kampflos abschenkte, sprang gegen Hannover nun Ersatzmann Michael Rudolph (3. Herren, Bezirksoberliga) in die Bresche. Vor den letzten vier Einzeln des Tages führten die Hausherren gegen die hochrangig besetzten und favorisierten Gäste sogar mit 6:5. Jedoch blieb es den MTVern ab diesem Spielstand verwehrt, noch einen Zähler für die Habenseite zu verbuchen.

„Auch mit Ersatz haben wir uns wehrhaft gezeigt und die Partie lange offen gehalten. Unser beiden Topleute haben dabei einmal mehr gezeigt, wie stark sie sind“, lobte Stickel das obere Paarkreuz mit Nicolas Burgos und Adrian Dugiel, die gemeinsam eine 3:1-Bilanz für ihr Team erspielten.

Jevers Einser kehrte nach zuletzt absolvierten Materialexperimenten wieder zu seinen altbewehrten Belägen zurück und siegte sowohl gegen den Iren Zak Wilson (3:0) als auch gegen Hannovers Nummer eins Richard Hoffmann (3:1). Für diese Glanzleistung erntete er von den 35 Zuschauern viel Applaus.

Gegen den ehemaligen Celler musste Dugiel mit demselben Ergebnis passen, wenngleich er mit starken Abwehrbällen und mutigen Gegen-Topspins sehr zu gefallen wusste. Dafür belohnte er sich aber durch ein knappes 3:2 über Wilson – gleichbedeutend mit der ersten und letzten Führung der Friesen.

Mit je einem Sieg konnte ebenso der an drei aufschlagende Fabian Pfaffe überzeugen, der seine erste Begegnung gegen Dominik Jonack mit 3:2 gewann. Auch Patrick Kohlrautz steuerte einen Zähler durch ein solides 3:1 gegen Mikael Hartstang bei.

Zu mehr Einzelerfolgen sollte es an diesem Tag einfach nicht reichen, wobei noch das Spiel zwischen Christian Mesler und Jonack an den MTVer hätte gehen können, wenn Jevers junge Nummer vier seine 2:0-Satzführung gegen Jonack über die Ziellinie gerettet hätte. Aus den eingangs ausgetragenen Doppeln ging Jever nur einmal als Sieger hervor – in dieser Disziplin waren es Mesler/Kohlrautz, die eindrucksvoll ihre Kontrahenten Wilson/Max Kulins nach 0:2-Satzrückstand noch mit 3:2 in die Knie zwangen und so den totalen Fehlstart in diese Begegnung verhinderten.

Am kommenden Wochenende steht wieder nur eine Partie für die Marienstädter auf dem Programm. Dann wartet Torpedo Göttingen auf das MTV-Sextett.