JEVER - Historischer Triumph für den MTV Jever: Nachdem der Verein in der Vergangenheit schon zahlreiche Tischtennis-Landesmeister im Jugendbereich hervorgebracht hat, stellt der MTV in Lars Beismann nun erstmals einen Titelträger im Erwachsenenbereich. Der 30-Jährige sicherte sich in Sulingen an der Seite von Sven Hielscher (SV Bolzum) den Landestitel im Doppel.

Nach dem Vize-Bezirksmeistertitel im Einzel und dem Doppel-Titel an der Seite von Teamkollege Florian Laskowski, der verletzungsbedingt in Sulingen fehlte, erreichte Beismann im Einzel das Achtelfinale. Nach drei Siegen in der Gruppe musste er sich aber dem späteren Sieger Lars Petersen von Zweitligist TuS Celle mit 1:4 geschlagen geben.

Im Doppel gehörte der MTV-Spieler mit „Standard-Partner“ Hielscher, mit dem er bereits 2005 und 2007 Landesmeister geworden war, zu den Mitfavoriten. Nach zwei sicheren Siegen räumte das Duo im Halbfinale Erik Schreyer/Richard Hoffmann (ebenfalls TuS Celle) mit 3:1 aus dem Weg. Im Finale wartete in Petersen/Arne Hölter die nächste Celler Kombination, die gegen das eingespielte Duo aus Jever und Bolzum aber keine Chance hatte. Mit einem 3:0 holte Beismann seinen vierten Landestitel, den ersten im MTV-Trikot.

Der Triumph werde sicher „weiteren Auftrieb geben für die nächsten schweren Punktspiel-Aufgaben“ mit Jever, hofft MTV-Fachvorstand Thorsten Hinrichs. Das Regionalliga-Team trifft an diesem Sonnabend (15.30 Uhr, Sporthalle Mariengymnasium) nach dem Rückrundenauftakt in Bolzum (7:9) im ersten Heimspiel in 2011 auf den SC Poppenbüttel. Der ambitionierte und verstärkte Aufsteiger liegt in der Tabelle mit 14:4 Punkten derzeit direkt vor dem MTV (14:8) auf Rang drei.

Im Hinspiel siegte Jever 9:4 und muss nun erneut gewinnen, um sich in der Spitzengruppe zu halten. „Die Fans des MTV dürfen sich auf sehr hohes Niveau freuen“, meint Hinrichs und ergänzt: „Wenn überhaupt Schwächen zu erkennen sind, scheint dieses am ehesten im mittleren Paarkreuz gegeben zu sein, wo Andy Petrescu und Marco Tuve in Bestform gegen ihre Kontrahenten leicht favorisiert sein werden.“

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion