JEVER - Erfolgreichster Werfer war Oliver Köhrmann. Zuvor hatten beide Mannschaften den MTV Jever geschlagen.
von bernd thiel
JEVER - Die Handballer des Wilhelmshavener HV sind bei der Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison einen guten Schritt weiter gekommen. Am Sonnabend bezwangen sie im Finale eines Vorbereitungsturniers in Jever den Zweitligisten OHV Aurich mit 35:32 (17:14). Bester Akteur war vor 500 Zuschauern Nationalspieler Oliver Köhrmann mit zwölf Toren.In jeweils 30-minütigen Spielen hatte zunächst Aurich mit 17:8 und anschließend der WHV den Weser-Ems-Ligisten MTV Jever mit 18:10 bezwungen. Das Endspiel ging dann über 60 Minuten. Und die waren für beide Trainer erkenntnisreich. „Wir haben stabil begonnen und vor allem im Innenblock unserer Abwehr einen Schritt nach vorn gemacht. Damit war ich über weite Strecken schon zufrieden“, sagte WHV-Coach Michael Biegler. Lediglich bei den Außenspielern sah er noch Verbesserungsbedarf.
Aurichs Trainer Wolfgang Ladwig hatte auf den Einsatz der noch nicht spielberechtigten Kai Kieselhorst und Helge Rigterink verzichtet. „Wir haben uns gut aus der Affäre gezogen“, sagte der Coach. „Es war nach einer anstrengenden Trainingsphase jetzt ein Härtetest, den meine Mannschaft bestanden hat.“
Immer, wenn es erforderlich war, legte der WHV im Endspiel einen Zahn zu und führte meist mit vier oder fünf Toren. Doch es war den Spielern anzumerken, dass sich einige derzeit keine Zeit zum Verschnaufen nehmen können. So mussten Oliver Köhrmann und Gylfi Gylfason 60 Minuten in Abwehr und Angriff durchspielen. Erstmals nach einer Woche war Torhüter Fabian Kehle nach überwundener Fingerverletzung wieder an Bord. Ihm war die Pause anzumerken, benötigte er nach dem Wechsel doch gut zehn Minuten, um ins Spiel zu finden. Bis dahin hatte er keinen Ball angefasst. Dann waren es aber seine Paraden, die den Ausgangspunkt für eine starke WHV-Phase bildeten.
