Varel - Nach einem holprigen Start der im Juli 2016 gegründeten Jugend-Handball-Spielgemeinschaft (JHSG) soll die Nachwuchsarbeit in Varel mit einem deutlich breiter aufgestellten Führungsteam im Sinne der vielen handballinteressierten Kinder in der Stadt in ruhigeres Fahrwasser geführt werden. So hoffen auch die Verantwortlichen der Stammvereine TuS Obenstrohe, Vareler TB, TuS Dangastermoor und TV Altjührden, dass mit der Übernahme der Leitung durch Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt wurden.

„Für mich ist Handball von klein auf ein Stück Lebensinhalt, deshalb habe ich beschlossen, mich als Privatmann wieder für diesen tollen Sport einzubringen“, erklärte Wagner, der früher selbst lange Handball gespielt hat und zudem 30 Jahre als Schiedsrichter aktiv war, am Freitagnachmittag bei der Vorstellung der neuen Führungsriege. Auf drei Jahre hat der Erste JHSG-Vorsitzende seine Amtszeit vorerst festgelegt.

In dieser Zeit will er gemeinsam „mit einer tollen neuen Führungsmannschaft“ durch eine starke JHSG die gemeinsame Förderung des Jugendhandballs vorantreiben. Dabei solle Handballsport nach Möglichkeit „in jeder Altersgruppe von 5 bis 18 Jahren“ angeboten werden.

Zurzeit stellt die JHSG neun Teams und betreut mehr als 200 Kinder. 16 Trainer und Betreuer sind dabei im Einsatz und werden von vielen engagierten Eltern unterstützt. „Sie bilden das Rückgrat“, betonte Wagner. Zudem gibt es in zwei Spielklassen eine Kooperation mit der HSG Neuenburg/Bockhorn.

Zum neuen Führungsteam der JHSG Varel gehören Andreas Cölsmann, der als Zweiter Vorsitzender vor allem zentraler Ansprechpartner für das Sponsoring ist, sowie Spielwart Hans-Joachim Berger, Kassenwart Peter Holm, Passwart Lutz Neugebauer und Jugendwart Michael Hoffmann.

Wagner dankte den Stammvereinen, die anteilsmäßig insgesamt einen fünfstelligen Betrag für ihre betroffenen Mitglieder einzahlen, für das entgegengebrachte Vertrauen: „Wir sehen uns als Dienstleister für sie“, erklärte der Erste Vorsitzende. Daher wolle er vor allem auch die Kommunikation mit diesen vier Clubs verbessern.

Peter Mostowski, Vorsitzender des TuS Obenstrohe, freut sich darüber, dass „wirklich fünf vor zwölf noch eine solch gute Führungsmannschaft gefunden werden konnte“ und betonte: „Der Breitensport muss bei der JHSG Varel ganz klar im Fokus stehen – es darf aus Leistungsgründen keiner wieder nach Hause geschickt werden.“

Auch Marlen Webersinke, Vorsitzende des Vareler TB, zeigte sich sehr zufrieden, dass die Arbeit der JHSG Varel nun doch weitergeführt wird: „Wichtig ist dabei der regelmäßige Kontakt und die Transparenz.“ Diesbezüglich stellte Cölsmann klar: „100 Prozent des durch Sponsoring generierten Geldes fließen in die Jugend.“

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)