Korporal Andreas (Pimo) Wehrenberg jubelte schon am Pfingstmontagabend nach dem Sieg des II. Rotts der Harpstedter Bürgerschützen beim Rottpokal lauter als manch anderer – zur Krönung am Pfingstdienstag passte er vor lauter Kraft kaum noch unter seinen Zylinder. Ein wenig Neid mag im Spiel gewesen sein, wenn Bürgerschützen aus den anderen drei Rotts unkten, jetzt wäre es wohl an der Zeit für „Pimo“, seinen Posten abzugeben – mehr könne er ohnehin nicht erreichen.

In der Tat hat das zweite Rott mit der maximal möglichen Zahl an Siegen beim Schiebenscheeten 2016, und drei Königen in Folge einen ziemlich guten Lauf.

Den hatte auch die Familie Volkmer: Leutnant Bernd Volkmer holte sich wie berichtet den Königspokal – den hätte aber auch ein Volkmer gewonnen, wenn Bernd zum Schluss weniger genau gezielt hätte. Im Stechen war neben ihm nur noch sein Vater Heinz übrig. Ralf Volkmer dürfte dagegen am Pfingstdienstag die Kraft gefehlt haben, das Gewehr ruhig zu halten. Als Fähnrich hatte er beim Schiebenscheeten sicher die körperlich schwerste Aufgabe – wenn auch als Leutnant des IV. Rotts weniger Grund zum Jubeln.

Dazu hätte Yannik Napp jeden Anlass gehabt. Der Sieger des U21-Pokals blieb allerdings ausgesprochen gelassen, als er seine Trophäe in Empfang nahm. Die Bürgerschützen aus dem II. Rott machten das mit lautem Jubel aber locker wett. Wett gemacht hat auch Anke Kracke das Fehlen ihrer beiden Team-Partnerinnen Marlis Holste und Manuela Corßen bei der Preisverleihung am Dienstagabend. Die Gewinnerin nahm die Prämie für den Gewinn des Damen-Wettbewerbs – einen Gutschein über 100 Euro – mit strahlendem Gesicht entgegen.

Ein wenig im Schrank wühlen musste möglicherweise der bisherige König Eike Harnisch. Nachdem auch sein Nachfolger wieder aus dem II. Rott kam, musste er für das Aufhängen der Königsscheibe am Mittwoch Holzgewehr und Alltagszylinder wieder hervorholen. „Ich dachte, das würde ich in diesem Jahr nicht mehr brauchen“, so Harnisch.