Hundsmühlen - Sieben Judokas waren es, die im Mai 1974 in der Wohnstube von Günter Schröder in Achternmeer beisammen saßen, um ihrem sportlichem Hobby ein „Zuhause“ zu geben und einen Verein aus der Taufe zu heben. Genau 1491 Mitglieder hat der Judo-Club Achternmeer-Hundsmühlen aktuell – Tendenz steigend. „Wir hatten zuletzt einen Zuwachs von rund 100 Mitgliedern im Jahr“, erzählt Schröder, Gründungsvorsitzender und auch 40 Jahre später der „Kopf“ des Vereins. Längst ist der „JCAH“ auch kein reiner Kampfsportverein mehr, sondern bietet ein breites sportliches Spektrum von Ju-Jutsu über Volleyball, Tischtennis, Eltern-Kind-Turnen, Ballett oder Parkour bis hin zu Fitness und Gesundheit. Sogar ein vereinseigenes Sportgebäude an der Diedrich-Dannemann-Straße steht zur Verfügung. „Wir sind eigentlich ein ganz normaler Sportverein“, so Schröder. Gerade der Gesundheitssportbereich sei in den Vorjahren ausgebaut worden; Kampfsport als „Wurzel“ mache nur noch etwa 30 Prozent aus.

fest im Sommer

Zum 40-jährigen Vereinsbestehen plant der Judoclub Achternmeer-Hundsmühlen ein Sommerfest mit buntem Programm sowie Bilderausstellung aus dem Vereinsleben. Es steigt am 26. Juli, 15 Uhr, an der Diedrich-Dannemann-Str. 25 in Hundsmühlen (bei gutem Wetter auf dem Außengelände).

Vorgesehen sind verschiedene Vorführungen aus dem Budo-Bereich sowie verschiedene Aktionen für Kinder und eine Kaffeetafel. Um 18 Uhr soll der Bieranstich den geselligen Teil mit Live-Band und Cocktailbar einläuten.

Eine Erfolgsgeschichte rundum auf den ersten Blick. Doch es ging nicht immer nur aufwärts im JCAH: Auch an schwere Zeiten rund um die Bauphase fürs Sportgebäude 2004 erinnert sich Schröder – mit Wegfall von Hallenzeiten in fremden Hallen und rückläufigen Mitgliederzahlen durch die Umstrukturierung. Gerade die Karateabteilung litt und macht nur noch ein Fünftel der einstigen Größe aus. „Die Existenz des Vereins war gefährdet“, erinnert sich Schröder: „Aber wir haben die Kurve gekriegt. Nach dem Hallenbau ging’s schnell wieder aufwärts.“ Lang schon sei die Halle Wunsch gewesen: „Ein Kampfsportverein möchte eine eigene Trainingsstätte haben.“ Frühzeitige Rücklagen sowie Zuschüsse von Landessportbund, Kreis, Gemeinde halfen, das zu realisieren.

Zurückschauen auf seine Entwicklung und die vielen sportlichen und geselligen Aktivitäten in 40 Jahren will der Judo-Club Achternmeer-Hundsmühlen anlässlich seines anstehenden „Vereinsgeburtstages“ (siehe Kasten) auch in Bildern: Gesucht werden derzeit für eine Bilderschau Fotografien aus vier Jahrzehnten Vereinsleben, „auf denen sich die Leute von früher noch mal sehen und wiedererkennen können“, so Schröder. Auch er hat manches Bild in seinem Fundus, doch gerade Mitglieder und Ehemalige sind nun aufgerufen, ebenfalls in den privaten Fotoalben zu stöbern. Wer interessante oder witzige Schnappschüsse beitragen kann, kann sich melden per E-Mail: sommerfest@jcah.de.