JüTERBORG - Die 14-jährige Leichtathletin Nadine Aselage vom VfL Löningen ist norddeutsche Meisterin. Am Wochenende gewann sie in Jüterborg (Brandenburg) den Titel über 2000 Meter in der Altersklasse Schülerinnen W15. Auch der Rest des zehnköpfigen VfL-Teams präsentierte sich in guter Form und erreichte weitere Podestplätze, Kreisrekorde und persönliche Bestleistungen.

Ursprünglich sollte Nadine nur Erfahrungen bei der norddeutschen Meisterschaft sammeln. Nachdem sich Nadines Vereinskameradin Jennifer Beyer für einen Start über 800 Meter entschieden hatte, war die Berlinerin Julia Pahnke mit einer Bestzeit von unter sieben Minuten die Favoritin. Das Rennen begann schnell. Doch nach 200 Metern wollte keine Läuferin mehr die Führung übernehmen. Das Tempo nahm ab. Eine fünfköpfige Spitzengruppe – zu der die zwei Löninger Mädchen Nadine Aselage und Mareike Ahrens gehörten – belauerte sich gegenseitig.

Das Bummelrennen musste auf der Schlussrunde entschieden werden. Siegessicher verschärfte Pahnke auf den letzten 350 Metern das Tempo und sprengte die Spitzengruppe. Einzig Nadine Aselage konnte folgen und setzte 150 Meter vor dem Ziel zu einem unwiderstehlichen Endspurt an. Sie gewann das Rennen in persönlicher Bestzeit von 7:25,08 Minuten. Pahnke folgte in 7:25,77 Minuten auf Rang zwei. Mareike Ahrens lief in 7:31,50 Minuten auf Rang fünf ein. „Julia Pahnke war zu siegessicher. Nadine ist ein taktisch kluges Rennen. Sie hat einfach alles richtig gemacht“, freute sich das Trainergespann Antonia und Armin Beyer. Da Nadine der Altersklasse W14 angehört, darf sie im kommenden Jahr ihren Titel verteidigen.

Derweil sicherten sich Maria Hackstedt und Sarah Baumann jeweils einen Vizetitel. Über 300 Meter der Schülerinnen W15 war Maria wegen ihrer Bestzeit nicht im schnellsten Lauf gesetzt. Sie gewann ihren Lauf aber überlegen in 42,65 Sekunden und musste den letzten Lauf abwarten, den die Berlinerin Karolina Pahlitzsch in 42,17 Sekunden für sich entschied. Die Zeiten wurden zunächst nicht bekannt gegeben, so dass Maria bei der Siegerehrung vom Vizetitel überrascht wurde.

Sarah Baumann sicherte sich über 300 Meter Hürden ebenfalls Platz zwei. Sie lief ein fehlerfreies Rennen und verbesserte den Kreisrekord auf 46,63 Sekunden. Maria Hackstedt bescherte dem VfL in 47,50 Sekunden Rang drei – eine weitere Top-Platzierung. Die 14-jährige Annika Markus lief mit einer persönlichen Bestleistung von 50,53 Sekunden auf Rang elf. Über 80-Meter-Hürden lief Sarah Baumann mit guten 12,11 Sekunden als Dritte ins Ziel und bestätigte ihre Serie von Zeiten knapp über der Zwölf-Sekunden-Grenze.

Nicolaus Bamstedt wurde über 300 Meter Hürden ebenfalls Dritter und stellte mit 41,79 Sekunden eine neuen Kreisrekord auf. Neun Hundertstel Sekunden fehlten ihm zum zweiten Platz. Über 300 Meter wurde er zudem mit neuer persönlicher Bestzeit (37,84 Sekunden) Siebter.

Der 14-jährige Steffen Brümmer unterbot über 1000 Meter erstmals die Grenze von 2:50-Minuten. Trotz einiger kräfteraubender Überholmanöver lief er in starken 2:49,63 Minuten auf Rang sechs und sammelte wertvolle Erfahrungen, ist er doch auch im nächsten Jahr bei den Schülern startberechtigt.

Von einer Verletzung gehandicapt sprang Hinnerk Künnen 1,70 Meter hoch. Das bedeutete Rang acht. Zwei Fehlversuche bei 1,60 Meter beziehungsweise 1,65 Meter kosteten ihn eine bessere Platzierung.

Über 800 Meter der Schülerinnen W15 lief Jennifer Beyer in 2:25,80 Minuten auf den sechsten Platz, Annika Markus im 100-Meter-Zwischenlauf in 13,24 Sekunden eine neue Bestzeit – ebenso wie Maren Schüler im Vorlauf in 13,71 Sekunden.

Die 4x100-Meter-Staffel der Schülerinnen in der Besetzung Maren Schüler, Annika Markus, Sarah Baumann und Maria Hackstedt belegte in 50,08 Sekunden Rang fünf. Noch nie war eine Damen- oder Jugend-Staffel aus dem Landkreis Cloppenburg schneller gelaufen. Den alten Rekord (51,09 Sekunden) hatte die B-Jugend Staffel des TV Cloppenburg vor 21 Jahren aufgestellt. Vor drei Monaten hatte das VfL-Quartett den Rekord noch um eine Hundertstel Sekunde verfehlt. „Das war Maßarbeit“, sagte VfL-Trainerin Birgit Beintken.

Diese Erfolge zeigen, dass sich für die VfL-Leichtathleten diese zweitägige Reise nach Jüterborg gelohnt hat. „Wir haben in den Sommerferien nur eine kurze Trainingspause eingelegt“, sagte Trainerin Antonia Beyer. Das hat sich ausgezahlt“, war sie zufrieden.