Oldenburg - Nachdem sich der VfL Oldenburg vor allem mit Blick auf das weiter nicht mögliche Teamtraining dagegen entschieden hat, dass seine weibliche A-Jugend die im Herbst mit der Vorrunde begonnene Saison in der Jugend-Bundesliga in den nächsten Wochen mit dem DM-Achtelfinale fortsetzt, war die Saison 2020/2021 für Oldenburgs Nachwuchshandball eine nahezu komplette Nullnummer. Zwei große Fragen stellen sich Talente und Jugendtrainer nun: Wann kann die neue Spielzeit 2021/2022 in Zeiten anhaltend hoher Inzidenzzahlen starten? Und was plant der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) bezüglich der notwendigen Qualifikation für die Landes- und Oberligen?
Der Re-Start
Über den Stand der Dinge auf Verbandsebene hat Vizepräsident Spieltechnik Jens Schoof (Bremen) vor Kurzem die Mitglieder des HVN-Präsidiums informiert. „Ziel ist nach wie vor, dass alle Jugendmannschaften im September den Spielbetrieb aufnehmen können“, erklärte Schoof. Wie sich die Teams für die Landes- oder Oberligen qualifizieren können, sei aktuell noch offen. „Wir planen zweigleisig“, sagte der Vizepräsident.
Die Leistungsstärke
Zugleich appellierten die Mitglieder des Spielausschusses an die Vereine, die Meldungen mit Bedacht und unter Berücksichtigung der tatsächlichen Leistungsstärke vorzunehmen. Schließlich stehe für die Qualifikation beziehungsweise Relegation nur ein sehr enger Zeitraum bereit.
Der schnelle Weg
Wunsch von Präsidium und Spielausschuss sei es, den Vereinen eine Relegation auf sportlichem Weg anzubieten. Laut Schoof setze das allerdings einen Beginn des Spielbetriebes am 29./30. Mai voraus: „Dazu müsste spätestens ab dem 3. Mai flächendeckend in Niedersachsen Kontaktsport in Mannschaftsstärke in der Halle möglich sein“, erläuterte Schoof: „Sofern nicht spätestens am 19. April entsprechende Möglichkeiten absehbar sind, werden wir an dieser Planung nicht festhalten.“ Abschluss der Relegation wäre am 4. Juli, der Meldeschluss am 2. Mai. Wann der Spielausschuss die Meldeschleusen öffnen würde, ließ Schoof noch offen.
Der realistische Weg
Für realistischer in der Umsetzung halten die HVN-Verantwortlichen indes die zweite Variante – sprich: die Planung der Ligen ohne Durchführung von Relegationsspielen. Nach den bisherigen Überlegungen könnten die Vereine die Teams bis zum 13. Juni in die HVN-Spielklassen melden. Sofern mehr Meldungen als verfügbare Plätze zu den jeweiligen Ligen vorliegen, wolle man nach Meldeschluss entscheiden, ob eventuell zusätzliche Staffeln gebildet werden. „Sollten darüber hinaus zu viele Meldungen vorliegen, werden die Plätze für die Landesligen anhand von den Platzierungen der Vorjahre und in Abstimmung mit den Regionen vergeben“, heißt es. Mögliche Kriterien wolle man nach Meldeschluss festlegen.

