Friesoythe/Breitenbach - „Keine Berge zu hoch, kein Fluss zu wild und keine Abfahrt zu steil!“ Auch in diesem Jahr wagten 34 Teilnehmer im Alter von 13 bis 16 Jahren und ihre 20 Betreuer das Abenteuer der Jugendfahrt des Friesoyther Tour-Teams Vamos. Die 31. Fahrt des Teams führte in die Region um Breitenbach am Inn in Tirol.
Unter neuer Leitung von Bernhard Wagner und Heiner Elsen bot das Betreuerteam ein abwechslungsreiches Programm an. Bei bestem Wetter konnten die unerfahrenen Jugendlichen auf dem wohl schönsten Alpensee, dem Achensee, erste Fähigkeiten im Kanu sammeln. Der andere Teil der Gruppe wanderte durch die eindrucksvolle Tiefenbachklamm.
In den darauffolgenden Tagen konnten die Jugendlichen ihre Begabungen im Kanufahren auf der Kössener Ache, einem Wildwasserfluss, unter Beweis stellen. Die Fahrt auf der Ache wurde für jeden zum spaßigen Erlebnis, bei dem keine Hose trocken blieb.
Besonders schnell ging es aber auch bei den Mountainbiketouren zu. Auf dem Bike machten alle Teilnehmer eine gute Figur, und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade konnten je nach Fähigkeiten und Kondition angeboten werden. So wagte sich die ein oder andere Gruppe auf die „harte“ Tour, die unter anderem durch die beeindruckende Kundler Klamm führte. Nach steilen und auch anstrengenden Aufstiegen war aber die rasante Abfahrt die beste Belohnung.
Ein bisschen Abwechslung bot der Ausflug ins circa 130 Kilometer entfernte Salzburg. Dort erkundete die Gruppe zuerst die Stadt auf eigene Faust. Die viertgrößte Stadt Österreichs lud mit ihrer Altstadt zum Bummeln und zum Schnäppchenjagen ein. Zum Abschluss besuchte die Gruppe das Schloss Hellbrunn. Das Lustschloss des Fürsterzbischofs Markus Sittikus von Hohenems ist bekannt für die zahlreichen Wasserspiele, die den Jugendlichen bei einer Führung eine erfrischende und überraschende Abkühlung bescherten.
Höhepunkt im Lager war jedoch die zweitägige Hüttenwanderung auf die Lamsenjochhütte. Nach einem rekordverdächtigen Aufstieg auf das in 1953 Meter Höhe gelegene Lamsenjoch, feierte die Gruppe mit Pfarrer Michael Borth einen Gottesdienst bei einmaligem Abendlicht in der Kapelle, die Ausblick über ein einzigartiges Alpenpanorama bot. Der Weg zurück ins Tal sollte aber nicht weniger fantastisch sein, so dass unter anderem ein Teil der Gruppe über das Hahnenkampl (2080 Meter) und eine andere kleine Gruppe durch die Wolfsklamm zurück zum Haus gelangte.
In den letzten Tagen wurde noch einmal kräftig in Souvenirs für die Familien in der Heimat investiert. Hierbei lag das Augenmerk auf der Glas-und Kristallkunst, für die Tirol mit vielen kleinen Glasbläsereien bekannt ist. Das wohl schönste Souvenir gönnten sich aber einige Teilnehmerinnen, die sich in original österreichischer Tracht einkleideten und nun ein Dirndl besitzen.
Die Lagergemeinschaft blickt so auf ein tolles Lager in Österreich zurück, dass auch unter neuer Lagerleitung reibungslos klappte. Im vergangenen Jahr dankte die „alte Lagerleitung“ mit Gerd und Roswitha Bolten und Thomas Heidmeier nach 30 Jahren ab, um diese Aufgabe in jüngere Hände zu übergeben.
