NWZ
berichtete). In der Altersstufe I (Sechs- bis Zwölfjährige) war eine Böseler Gruppe angetreten und landete am Ende auf Platz drei. „Das war wirklich super. Die waren überhaupt das erste Mal dabei“, sagt die Jugendrotkreuz-Leiterin Petra Oltmann.Noch besser abgeschnitten haben die beiden Gruppen der Altersstufe II (12- bis 16-Jährige). Sie belegten die Plätze eins und zwei. Sabrina Oltmann (22) ist die Gruppenleiterin der Erstplatzierten – sie nennen sich selbst „Crazy Chicks“ („verrückte Hühner“) – und ist mit dem Erreichten sehr zufrieden: „Wir wollten unbedingt besser sein als Vechta und Markhausen – das ist uns gelungen.“ Sie sei stolz auf ihre Truppe und hatte ein so gutes Abschneiden nicht erwartet. „Vor allem beim Wettbewerb hatte ich das erst nicht gedacht“, sagt die Böselerin.
Die Jugendlichen mussten sich in verschiedenen Disziplinen messen. Dabei ging es nicht nur um theoretisches und praktisches Wissen rund um Erste Hilfe, sondern auch um Allgemeinwissen, Naturschutz und etwa den 100. Todestages des Rotkreuz-Gründers Henri Dunant. Heraus stechend sei die Leistung im Bereich Freizeit gewesen, so Sabrina Oltmann. Die Crazy Chicks hatten die spielerische Aufgabe, gemeinsam einen Teller mit „Gift“ über einen Fluss zu befördern, mit Bravour geleistet. „Die Jury hat gesagt, sie habe selten eine Truppe erlebt, die mit so viel guter Laune und einem solch offensichtlichen Zusammengehörigkeitsgefühl angetreten ist“, sagt die Gruppenleiterin stolz.
Die „Verrückten Hühner“ treffen sich jeden Freitag. Die Vorbereitung auf den Landesentscheid sei vor einem halben Jahr losgegangen. Erste Hilfe werde ohnehin regelmäßig geübt, doch Themen wie Naturschutz oder Dunants Todestag wurden speziell thematisiert, so die 22-Jährige.
Die „Crazy Chicks“ werden nun im September in Arendssee (Sachsen-Anhalt) beim Bundesvergleich antreten. Für manche Böseler ist das allerdings keine gute Nachricht: In Bösel finden zeitgleich die Euro-Musiktage statt. Sabrina Oltmann: „Leider können wir dann nicht helfen.“
