Urneburg - Während es in den großen Fußballstadien Deutschlands am Sonnabendnachmittag um den Abstieg ging, stand vor der Schießhalle in Urneburg der Spaß im Vordergrund: Die Jugendabteilung hatte erstmals zum großen Menschenkicker-Turnier eingeladen. Aus dem geplanten Wettkampf mit Teams anderer Vereine des Schützenbundes wurde dann aber nichts: „Das Team aus Immer hat heute Morgen noch abgesagt, wir machen nun ein internes Duell daraus“, bedauerte Jugendleiter Kevin Ölscher, der die Organisation übernommen hatte.
Das große Menschenkicker-Spielfeld hatten sich die Urneburger von der Landjugend Sandersfeld geliehen. In dem Holzgestell sind – ähnlich wie bei einem Tischkicker – Stangen angebracht, an denen die jeweils neunköpfigen Mannschaften mit Hüftgurten befestigt werden, so dass sich die Spieler direkt gegenüber stehen. „Wir haben eine feste Jugendmannschaft, und der Rest wird sich gleich ergeben“, so Ölscher. Viele Erwachsene und Schüler standen zum Anfeuern am Rand und versuchten sich später selbst als menschliche Kicker-Figuren.
Die Jugendlichen waren gemeinsam auf die Idee gekommen, ein Menschenkicker-Turnier zu organisieren. „Wir wollten mal etwas gemeinsam machen, auch mit den anderen Vereinen“, erzählt Ölscher. Selbstständig hatten sie sich um den Aufbau des Spielfeldes, um die Verpflegung und auch um die Übertragung der Bundesligaspiele in der Schießhalle gekümmert. „Das ist auf jeden Fall einen Applaus wert“, lobte Ölscher die Arbeit in einer kleinen Ansprache.
Auch, wenn die Urneburger unter sich blieben – den Ehrgeiz verloren die Spieler deshalb nicht. Mit teilweise selbstgestalteten Trikots trat das Jugendteam zum Auftakt gegen eine Auswahl rund um Ölscher und Vorsitzenden André Westermann an – und verlor prompt mit 4:0. Das sollte sich dann im Laufe des Nachmittags aber noch ändern, und jeder, der Lust hatte, durfte einmal spielen.
Ob es eine Wiederholung geben wird, ist aber noch offen: „Wir hatten eigentlich geplant, etwas Geld einzunehmen und damit eine schöne Tour zu machen. Wir müssen also mal schauen, wie das heute so ankommt“, so Jugendleiter Kevin Ölscher.
