Elsfleth - Ohne die verletzte Spielmacherin und Top-Torjägerin Jennifer Adami haben die Oberliga-Handballerinnen des Elsflether TB am Sonntag ihr Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten VfL Oldenburg III mit 16:20 (8:10) verloren. Kurz vor dem Ende führte die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami noch mit 16:15, doch dann gelang ihr kein einziger Treffer mehr.

Coach Adami setzte alles auf den Nachwuchs. Im Rückraum liefen mit Talea Lösekann, Charlotte Sommer und Fenna van Dreumel gleich drei Jugendliche auf. „Alle drei haben ihre Sache gut gemacht“, lobte Adami.

Auf der anderen Seite bot der VfL viele Spielerinnen auf, die zum Drittliga-Kader gehören. Weil sie aber an sehr viel Backe gewöhnt sind, kamen sie in der Stadthalle, wo das Haftmittel nicht erlaubt ist, nicht sonderlich gut zurecht.

Damit entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die Führung wechselte mehrfach. Das blieb so bis in die Schlussphase hinein.

Der ETB lag mit 16:15 vorne und hatte gute Chancen, den Heimsieg auch ohne Jennifer Adami zu schaffen. Aber nun wollte nichts mehr so richtig klappen, was nach Ulrich Adamis Meinung auch an einem der beiden Schiedsrichter lag. „Der hatte in den letzten Minuten einen Blackout“, sagte er.

Fenna van Dreumel soll bei einem Gegenstoß ein technischer Fehler unterlaufen sein und Janine Matschei soll bei einem Torerfolg zuvor Schritte begangen haben. „Ich weiß nicht, was er da gesehen hat“, sagte Adami. Die jeweiligen Gegenstöße nutzten die Oldenburgerinnen, um entscheidend davon zu ziehen. Am Ende hatten die Gäste mit 20:16 die Nase vorn.

„Ich kann den Mädchen überhaupt keinen Vorwurf machen“, sagte Adami. Sie hätten sich zumindest ein Unentschieden redlich verdient gehabt. Eine besonders starke Leistung habe Torhüterin Lena von Seggern gezeigt.

ETB: von Seggern – F. van Dreumel (5/2), Breipohl (3), L. van Dreumel (3), C. Sommer (3), Matschei (1), Lösekann (1), Thümler, Lameyer, Wiese.

Spielstationen: 3:2 (9.), 5:5 (16.), 8:7 (25.), 8:10 (30.), 13:12 (42.), 16:15 (53.), 16:20 (60.).