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Junioren-EM im Schwimmen Christopher Weidner erlebt Wohl und Übel

Eingetaucht ins internationale Wettkampfgeschehen ist der Oldenburger Schwimmer Christopher Weidner (hier bei einem DM-Auftritt).

Eingetaucht ins internationale Wettkampfgeschehen ist der Oldenburger Schwimmer Christopher Weidner (hier bei einem DM-Auftritt).

Patrick Wallbaum

Oldenburg/Belgrad - Freud und Leid oder Wohl und Übel lagen für Christopher Weidner bei seiner ersten Teilnahme an einer internationalen Meisterschaft nah beieinander. Nachdem die Junioren-EM in Belgrad für den Oldenburger Schwimmer noch überaus vielversprechend gestartet war, landete er zum Ende der Europameisterschaften im Krankenbett – und hatte dabei im Vergleich mit manchem Teamkollegen sogar noch Glück im Unglück.

Das böse Erwachen

„Ich bin am Morgen nach meinem Wettkampf über 200 Meter Brust mit Fieber, Kopf- und Bauchschmerzen aufgewacht. Das war’s dann mit dem 100-Meter-Start“, erzählt Weidner. Einige Mitstreiter waren in der serbischen Hauptstadt schon eher erkrankt und konnten nicht wie er drei Wettkampftage erleben. Und gleich der erste davon war für den vom Wardenburger SC zum Potsdamer SV gewechselten 18-Jährigen, der dort schon seit 2022 im Sportinternat lebt, hervorragend gelaufen. Im Vorlauf über 50 Meter Brust pulverisierte er seine bisherige Bestzeit (28,38) und erreichte in 28,09 Sekunden als Drittschnellster das Halbfinale.

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Die schnellen Zeiten

„Wir waren schon ein paar Tage vorher angereist, um Becken und Halle kennenzulernen. Dabei hatte ich von Beginn an ein sehr gutes Gefühl“, erklärt Weidner, der auch im noch am gleichen Tag stattfindenden Halbfinale in 28,14 Sekunden deutlich schneller war als jemals zuvor. Damit erreichte er mit der zweitbesten Zeit das tags darauf folgende Finale. Exakt diese Zeit hätte er nochmals abliefern müssen, um gleich bei seiner ersten EM eine Medaille zu gewinnen. Dafür reichte es aber am Ende nicht ganz. Als Vierter lag der Oldenburger (Jahrgang 2005, 28,30) 16 Hundertstelsekunden hinter Teamkollege Emilian Hollank (2006, Baden-Württemberg, 28,14). Gold holte der Däne Jonas Gaur (2005, 27,57) vor dem Serben Uros Zivanovic (2005, 28,08).

Vom Wardenburger SC zum Potsdamer SV: Christopher Weidner. Bild: Patrick Wallbaum

Vom Wardenburger SC zum Potsdamer SV: Christopher Weidner. Bild: Patrick Wallbaum

Das spezielle Flair

Weidners anfängliche Enttäuschung verflog relativ schnell. „Bei allen drei Starts meine alte Bestzeit unterboten – ich bin mehr als zufrieden. Mein erster internationaler Einsatz war auf jeden Fall eine sehr schöne Erfahrung“, zeigt er sich beeindruckt von der Atmosphäre, dem etwas strengeren Protokoll und dem Flair mit den vielen Talenten in ihrer Nationalteambekleidung wie den Nationalhymnen bei den Siegerehrungen.

Der gezollte Tribut

Am dritten EM-Tag stand mit den 200 Metern Brust eher eine Nebenstrecke für Weidner auf dem Plan. Diese wollte er als Vorbereitung für die halb so lange Distanz nutzen, wo er sich auch Finalchancen ausrechnen durfte. „Um ein Gefühl für die 100 Meter zu bekommen, bin ich bewusst etwas schneller angegangen“, erklärt der Oldenburger, warum er als Einziger der 35 Starter die ersten 50 Meter unter 30 Sekunden angegangen war. Am Ende musste er dem hohen Anfangstempo Tribut zollen (2:22,44 Minuten, 27. Platz).

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Das positive Fazit

Obwohl die Erkrankung den dritten Start verhinderte, zog Weidner insgesamt ein positives Fazit. „Es ist etwas ganz Besonderes, neben Schwimmern aus so vielen Nationen auf dem Startblock zu stehen“, betont der Oldenburger, der nun eine Pause einlegt, ehe im August die Vorbereitung für die Kurzbahnsaison beginnt.

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