Für etwas Wirbel sorgte vor dem Spiel der Oberliga-Fußballer des VfB gegen den Goslarer SC das Stadionheft der Oldenburger, in dem den Machern einige mehr oder weniger kleine Fehler unterlaufen waren. So war unter anderem statt des Kaders des Spitzenreiters aus dem Harz um Trainer Manfred Wölpper (53) der des zehntplatzierten TuS Heeslingen in der aktuellen Ausgabe abgedruckt. Stadionsprecher Heiko Büsselmann entschuldigte sich kurz vor dem Spiel über die Lautsprecher für den Fauxpas.

Nahezu fehlerlos agierte im Gegensatz zu Schiedsrichter Christian Hoyer, der in der Nachspielzeit einen klaren Treffer der Gäste schlichtweg übersehen hatte (der Ball sprang von einer Werbebande hinter dem Tor wieder ins Feld zurück), die VfB-Mannschaft. Diszipliniert und konzentriert hielt das Team von Trainer Andreas Boll (35) den Gegner in Schach und kassierte erstmals im Jahr 2012 keinen (gewerteten) Gegentreffer. „Endlich wieder zu Null“, sagte Innenverteidiger Peer Wegener (23), als er nach dem Duschen die Kabine verließ.

Im Gegensatz zu seinem Kollegen brauchte VfB-Keeper Mansur Faqiryar (26) mal wieder ein bisschen länger, um sich nach der aufgrund des nicht gegebenen Treffers – vorsichtig formuliert – hektischen Nachspielzeit zur Musik von Stürmer Mehmet-Ali Fidan (21), der als Kabinen-DJ seinen Kollegen einheizt, auf Vordermann zu bringen. „Es war klar, dass es gegen Goslar keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt“, sagte Faqiryar und fügte mit Blick auf die 0:5-Pleite im Viertelfinale des NFV-Pokals fünf Tage zuvor gegen den SV Wilhelmshaven hinzu: „Die Vorgabe lautete: kämpfen, kämpfen, kämpfen. Das haben wir gemacht und die Schmach von Mittwoch ausgewetzt.“

Ein „erlebnisreiches Dankeschön-Wochenende“ erlebte derweil Ottmar Bittner von TuS Eversten. Der Kassenwart des NFV-Kreises Oldenburg-Stadt ist einer von deutschlandweit 400 Menschen, die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit dem Ehrenamtspreis 2011 ausgezeichnet wurden. Für die 47 niedersächsischen Preisträger und deren Partner richtete der NFV ein Erlebniswochenende im Sporthotel in Barsinghausen aus. Neben der Ehrung durch NFV-Präsident Karl Rothmund gab es auch einen Besuch des Landtages in Hannover sowie eine Führung durch das Bremer Weserstadion. Dabei nahm Ottmar Bittner gemeinsam mit seiner Frau Gisela Bittner auf der Bank Platz, von der später Werder-Coach Thomas Schaaf (50) die 0:3-Pleite seiner Elf gegen Bundesliga-Rivale Mainz 05 beobachten musste. Die Ehrenamtspreisträger verfolgten das Spiel von der Tribüne aus.