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NWZonline.de Sport

Kampf erfüllt Erwartungen nicht

15.12.2008

MANNHEIM Doppel-Weltmeister Wladimir Klitschko hat mit seinem leichten Sieg über den kraft- und mutlosen US-Amerikaner Hasim Rahman die Krise des Schwergewichts-Boxens vertieft. Was Ex-Weltmeister Rahman vor 13 000 Zuschauern Sonnabendnacht in Mannheim dem derzeit wohl besten Schwergewichtler der Welt an Gegenwehr bot, war vermutlich weniger als jeder Sparringspartner in den Wochen zuvor.

So wollte sich im Publikum auch keine rechte Begeisterung einstellen, als der Ringrichter das ungleiche Duell in der 7. Runde abbrach, nachdem sich Rahman erneut eine Linke von „Dr. Steelhammer“ eingefangen hatte. Fazit: Rahman war absolut WM-untauglich. Trotzdem waren bis zu 10,29 Millionen Fernsehzuschauer dabei.

Um der Krisen-Diskussion nicht noch mehr Futter zu liefern, nannte Klitschko, der die Titel der Verbände WBO und IBF hält, Alexander Powetkin, Nikolai Walujew (beide Russland), Chris Arreola (USA) und David Haye (Großbritannien) als mögliche Rivalen für 2009. Wie auf Bestellung war auch Haye, der ins Schwergewicht aufgestiegene Cruisergewichts-Weltmeister aus London, in der Halle: „Vitali Klitschko wäre mir lieber. Der kämpft wie ein Mann“, tönte der 28-Jährige.

Vitali Klitschko nahm den Fehde-Handschuh auf und berichtete von einem Zusammentreffen mit Haye in einem Mannheimer Hotel vor dem Kampf seines Bruders. Der Brite habe ihm ein Magazin unter die Nase gehalten. Darin eine Fotomontage, auf der Haye den abgetrennten Kopf Wladimir Klitschkos präsentiert. Damit sei der in seiner Heimat als neuer Star gefeierte Engländer (23 Kämpfe, 22 Siege, 21 K.o.) entschieden zu weit gegangen. „Haye wird von mir dafür bestraft“, drohte der 37-Jährige.

Inwieweit sich das wie inszeniert wirkende Ballyhoo im Ring umsetzen lässt, ist ungewiss. Zunächst muss WBC-Weltmeister Vitali Klitschko gegen Pflichtherausforderer Juan Carlos Gomez aus dem Hamburger Arena-Stall antreten. Wladimir Klitschko muss gegen den ursprünglichen IBF-Pflichtherausforderer Powetkin ran.

Zu einem Kampf zwischen Walujew und einem der ukrainischen Weltmeister wird es aber wohl nicht kommen. Das wollen weder die Promoter noch die TV-Sender. Wahrscheinlicher ist es sogar, dass Wladimir einen seiner Titel niederlegt, um sich nicht ständig Pflicht-Herausforderern stellen zu müssen: „Ich will mir die Flexibilität erhalten, gegen Gegner zu boxen, die die Fans sehen wollen.“

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