Hude - Spitze Schreie hallen durch den Raum, weiß gekleidete Kämpfer wirbeln durch die Luft und verteilen in schneller Abfolge Schläge und Tritte gegen imaginäre Gegner. Fäuste und Füße treffen auf dicke Holzbretter, die krachend zersplittern. Angst haben musste am Sonnabend aber niemand, denn beim Tag der offenen Tür des Budokan Hude ging alles friedlich zu: Die Kämpfe in der Sporthalle der Grundschule Hude-Süd waren reine Showkämpfe.

Knapp 100 Mitglieder zählt der im August 2012 gegründete Budokan Hude, bis zu dreimal pro Woche wird in Hude und Wüsting trainiert. Beim Tag der offenen Tür präsentierte der Verein für ostasiatische Kampfkünste einen Querschnitt der angebotenen Sportarten. Neben Vorführungen im Karate-Do, Taekwon-Do und Kickboxen gab es auch Mitmachaktionen. Budokan ist ein Sport für jede Altersgruppe: Die jüngsten Sportler in Hude sind drei Jahre alt, die Späteinsteiger um die 50. „Da geht es dann weniger um Wettkämpfe als um Fitness“, weiß Kim Wilken. Die 1. Vorsitzende praktiziert seit 15 Jahren Budo, seit sechs Jahren ist sie Trainerin in Hude.

Neben körperlicher Fitness gehe es beim Kampfsport auch um Ruhe und Gelassenheit, erklärt Wilken. „Die Verletzungsgefahr beim Kampfsport ist geringer als bei Fußball oder Handball“, beruhigt sie.

Zu den Schülerinnen im Taekwon-Do zählt auch Latisha Wallek. „Klasse“ findet sie den Kampfsport. „Sie hat verschiedene Sportarten wie Ballett und Tanzen probiert“, sagt ihre Mutter Daniela Wallek. „Aber das war ihr alles zu langweilig.“ Konzentriert führt Latisha später die Bewegungsabläufe beim Kampf gegen einen imaginären Gegner vor. Schrittfolgen, schnelle Schläge, Tritte, Drehungen und dazu immer wieder der Kampfschrei: Taekwon-Do ist in der Tat alles andere als langweilig.