Herr Paulding, Sie haben sich am Sonntag beim Aufwärmen vor dem Spiel um Platz drei der Euro-Challenge verletzt. Deswegen die wichtigste Frage zuerst: Was macht der Rücken?
Rickey Paulding (30)Ach, das ist wirklich nichts Schlimmes. Die letzten Tage waren anstrengend, dazu haben wir mehrere Nächte in ungewohnten Betten geschlafen. Da hat sich die Rückenmuskulatur einfach ein wenig verkrampft.
Werden Sie am Sonntag zum ersten Playoffspiel gegen Bonn wieder dabei sein?
PauldingAuf jeden Fall. Bis dahin bin ich wieder fit.
Wie fällt Ihr Fazit des Final Four aus? Wie sehr schmerzt noch die knappe Halbfinal-Niederlage gegen Karsiyaka Izmir?
PauldingAch, natürlich hat es etwas weh getan, beim Finale zuschauen zu müssen. Dort hätten auch wir gerne gestanden. Dennoch war das Turnier insgesamt eine großartige Erfahrung für uns. Die Fans waren einfach klasse, wir hatten eine tolle Zeit.
Nun steht mit den Playoffs bereits der nächste Höhepunkt bevor. Kribbelt es schon?
Paulding(überlegt) Also, wenn ich ehrlich bin: Nein, noch nicht so richtig.
Wie bitte?
paulding(lacht) Na ja, im Moment überwiegt noch ein wenig die Müdigkeit. Aber natürlich wird die Vorfreude noch kommen. Jetzt starten die Playoffs – dafür haben wir die ganze Zeit hart gearbeitet.
Was schoss Ihnen als erstes durch den Kopf, als Sie hörten, dass es wieder gegen Bonn geht?
PauldingDass wir in dieser Saison wirklich schon sehr oft gegen die Bonner gespielt haben. Beide Teams kennen sich deshalb sehr gut. Aber in den Playoffs beginnt alles von vorne. Wir müssen bereit sein, sie zu schlagen.
Bei diesem Duell denkt jeder Oldenburger wohl sofort an die deutsche Meisterschaft 2009. Sie waren als einziger Spieler aus dem aktuellen Kader bei der dramatischen Finalserie dabei . . .
PauldingOh ja, das war ein richtiger Kampf. Es ging hin und her, alle Spiele waren sehr eng. In der entscheidenden Partie in Oldenburg lagen wir kurz vor Schluss zurück und haben es dann noch umgebogen. Das war ein wundervolles Erlebnis.
Die Fans träumen bereits von einer Wiederholung dieses Triumphs. Ist das realistisch?
PauldingMöglich ist es, natürlich. Wir haben bisher eine gute Saison gespielt. Aber das zählt jetzt alles nichts mehr. Wir dürfen nicht zu weit nach vorne schauen und müssen uns immer nur auf die nächste Aufgabe konzentrieren.
Spüren Sie denn Parallelen zu 2009?
PauldingJa, die gibt es schon. Der Teamgeist ist ähnlich wie 2009. Außerdem haben wir aktuell einen guten Rhythmus gefunden, das war damals genauso.
