KARLSRUHE - Andreas Kuhlen hat bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten als Elfter das Ziel erreicht. Zuvor hatte sich der Falkenberger bei einem Ausweichmanöver eine Fußverletzung zugezogen.
Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Karlsruhe sind nicht gut für Andreas Kuhlen. Schied der Falkenberger Mittelstreckler an gleicher Stätte vor zwei Jahren unglücklich im Vorlauf aus, ereilte ihn im Jahr 2012 im Finale ein noch härteres Schicksal: Absplitterung des Mittelfußknochens.
Im Endlauf der besten zwölf Läufer aus Deutschland fand Andreas Kuhlen sich auf Platz vier der Meldeliste über die 1500 Meter wieder. Angeführt wurde diese Liste vom Vize-Europameister über diese Strecke, Carsten Schlangen (LG Nord Berlin). Vom Start an ging es zur Sache: Heyi Homiyu Tesfave, „eingedeutschter“ Äthiopier und 19 Jahre jung, ging an die Spitze, gefolgt von Carsten Schlangen und Andreas Kuhlen – dahinter der Vorjahressieger aus Regensburg, Florian Orth.
Nach flotten 150 Metern wurde vorne jedoch der Gang herausgenommen und das Feld rückte ganz eng zusammen. Wenige Meter später passierte dann ein Sturz. Florian Orth landete auf dem Boden und musste kurze Zeit später verletzt aufgeben. Aber auch der Falkenberger war in diesen Sturz verwickelt. Beim Versuch, auszuweichen, verschlug es ihn in den Innenbereich. Dieser an sich harmlos aussehende Vorfall hatte jedoch größere Konsequenzen. Danach schmerzte Kuhlens Fuß und er konnte keinen Druck mehr ausüben.
„Ich konnte ein solides Tempo weiterlaufen, daher hoffte ich auf die letzte Runde, um so den Schmerz zu übergehen“, sagte er. Dies gelang jedoch nicht. Der Arztbesuch am Tag darauf machte klar, warum das Rennen für Kuhlen nach dem Ausweichmanöver eigentlich schon vorbei gewesen war: eine Absplitterung am Mittelfußknochen. Dafür ist die Zeit von 3:59,47 Minuten (Platz elf) erstaunlich.
Überraschenderweise gewann nicht Carsten Schlangen das Rennen, sondern der 19-jährige Homiyu Tesfave Heyi siegte in 3:47,34 Minuten. Mit seiner in Wien gelaufenen Zeit von 3:49,22 Minuten wäre Andreas Kuhlen in Karlsruhe Dritter geworden. „Es war eine riesige Chance auf eine gute Platzierung bei den Deutschen – schade, dass es nicht geklappt hat“, so der enttäuschte Falkenberger. Wie es jetzt weitergeht, bleibt abzuwarten. Das Ziel, im April einen schnellen Zehn-Kilometer-Lauf zu absolvieren, ist deutlich gefährdet.
