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NWZonline.de Sport

Kaymer will Atmosphäre genießen

26.09.2014

Gleneagles Europa gegen die USA, Alte Welt gegen Neue Welt – und Martin Kaymer gibt die Richtung vor. „Der ganze Kontinent jubelt oder leidet mit dir. Und für uns zählt nur eins: Wir wollen den Titel auf eigenem Boden verteidigen“, sagte Deutschlands Golfstar vor dem Auftakt des 40. Ryder Cups im schottischen Gleneagles. Wenn sich ab Freitag die besten Golfer des Titelverteidigers wieder mit der Crème de la Crème aus Übersee messen, ist der 29-Jährige aus Mettmann zum dritten Mal dabei. Der besondere Reiz, betonte Kaymer, liegt darin, „dass es nicht um Weltranglistenpunkte und Preisgelder geht. Wenn du die Atmosphäre genießt, kannst du dein bestes Spiel zeigen“.

2010, bei seiner ersten Teilnahme, sei alles so einschüchternd gewesen, erinnerte sich Kaymer: „Es war zuviel, ich konnte damit nicht umgehen.“ Nach einem Gespräch mit Golf-Ikone Bernhard Langer habe er aber das einfache Erfolgsrezept kennengelernt. „Er sagte mir: Am Ende ist es doch nur der Spieler, der Ball und der Kurs. Eigentlich also ziemlich simpel.“

Tradition, Ehre, Prestige – all das sind die Eckpfeiler des wichtigsten Wettstreits im Golfsport. „Beim Ryder Cup zu spielen“, sagte US-Teilnehmer Bubba Watson einst, „ist für mich so wichtig, wie der Einsatz von meinem Vater im Vietnam.“ Und zumindest die psychologische Kriegsführung haben die US-Spieler, die von den letzten sechs Veranstaltungen nur eine gewonnen und auf fremden Kontinent zuletzt 1993 triumphiert hatten, in Person ihres Kapitäns Tom Watson längst eröffnet. Die Reise nach Schottland sei für ihn „eine Reise, um es den Europäern heimzuzahlen“. Unvergessen sind die Erlebnisse von 2012, als Europa nach einer herausragenden Aufholjagd siegte. „Es ist Zeit für Wiedergutmachung. Wenn wir ihre besten Spieler bezwingen, werden wir gewinnen“, sagte der achtmalige Major-Gewinner.

Der Nordire Rory McIlroy als Weltranglistenerster und der derzeit herausragende Engländer Ian Poulter gelten als Ryder-Cup-Experten. Und zumindest McIlroy nahm die (verbale) Herausforderung der Kontrahenten an: „Ihr Problem ist, dass wir noch zehn weitere Weltklasse-Spieler besitzen, um die sie sich Sorgen machen sollten.“

Tatsächlich gehen die Europäer nicht nur wegen des Heimvorteils als Favoriten an den Start. Vom Papier her verfügen sie über die besseren Spieler. „Es liegt eine große Aufgabe vor uns. Aber wir haben ein junges und extrem motiviertes Team und werden vorbereitet sein“, sagte Europas Kapitän Paul McGinley. Die schottische Fußball-Ikone Sir Alex Ferguson, langjähriger Teammanager von Manchester United, hatte dem Team noch einen Besuch abgestattet und „sehr starke Botschaften“ verbreitet, verriet McGinley. Zudem dürfen die Gastgeber auf die Unterstützung von mehr als 150 000 Fans hoffen, die in den drei Tagen die Fairways säumen werden.

Wer auch immer am Ende die Nase vorne haben wird – Ruhm und Ansehen werden garantiert sein. Nicht umsonst prangt auf sämtlichen Bannern in Gleneagles das Motto für die kommenden Tage: „Ryder Cup 2014 – hier werden Legenden geschaffen!“

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