Oldenburg - Als kleiner Steppke hat er die Anfangszeit der Knights hautnah miterlebt, als große Offensivhoffnung klettert Keanu Morgan jetzt in die Ritter-Rüstung. Der 22-jährige Sohn des ehemaligen Oldenburger Chefcoaches Tyrus Morgan ist aus der ELF (European League of Football) von den Hamburg Sea Devils an die Hunte gewechselt und feiert an diesem Samstag (16 Uhr, Marschwegstadion) im GFL2-Heimspiel gegen die Hamburg Pioneers sein Debüt im grün-schwarzen Trikot.

Auf dem Weg in die GFL2 machten die Oldenburg Knights (grün-schwarze Trikots) im September 2022 in Bad Zwischenahn mit einem 23:8 gegen die Hamburg Pioneers eine „Perfect Season“ in der Regionalliga Nord wahr.

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Bernd Teuber Jan Zur Brügge
Oldenburg

Der Wunschspieler: „Keanu ist einer unserer Wunschspieler“, sagt Chefcoach Sebastian Blase über den Wide Receiver, der das Niveau der Knights-Offense deutlich steigern könnte. „Wir waren schon vor der Saison an ihm dran, da hat es aber leider noch nicht geklappt“, erklärt Blase und fügt zufrieden hinzu: „Umso mehr freuen wir uns, dass er jetzt endlich für uns aufläuft.“

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Führte die Knights 2013 in die Regionalliga: Cheftrainer Tyrus Morgan. Bild: Imago

Die Ritter-DNA: Auch wenn der 22-jährige Bremer bisher noch nie für die Oldenburger gespielt hat, so hat er doch mehr Ritter-DNA in sich als viele seiner neuen Mitspieler. „Ich bin quasi auf dem Trainingsplatz der Knights aufgewachsen. Während mein Vater die Jungs trainiert hat, habe ich am Rand rumgedaddelt“, erzählt der heute 1,94 Meter große American-Football-Hüne mit Blick auf seinen Papa, der hier 2012 als 42-Jähriger zum Chefcoach geworden war, das Team 2013 in die Regionalliga und 2014 zum Klassenerhalt führte, ehe er beruflich bedingt abtrat. Später trainierte er die zweite Mannschaft der Ritter, aktuell zieht er bei den Delmenhorst Bulldogs (Landesliga) die Fäden.

Der Basketball: Nun schlüpft Keanu Morgan in die Ritter-Rüstung seines Vaters. Er startete seine Football-Karriere als Zwölfjähriger bei den Bremen Firebirds – zunächst als Quarterback. „Ich hatte aber keine Lust, mir all die Spielzüge zu merken. Und so habe ich das schon nach ein paar Wochen beendet.“ Stattdessen widmete er sich mit Erfolg dem Basketball. Für den Nachwuchs der Eisbären Bremerhaven spielte er auf Bundesliga-Niveau, ehe es ihn vor sechs Jahren doch zum Football zog. Nach einem Jahr bei den Bremen Rebels ging es in die U 19 der Hamburg Huskies, wo er erst wie als Korbjäger in der Jugend-Bundesliga spielte und dann zwei Jahre im GFL2-Team aktiv war, wo 2022 Blase sein Cheftrainer war.

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 Der Zeitaufwand: 2023 stand Morgan bei ELF-Club Hamburg Sea Devils unter Vertrag, wo er als Ergänzungsspieler allerdings relativ wenig Spielzeit bekam. „Das ist als junger Spieler ganz normal und nicht der Grund gewesen zu wechseln“, erklärt der 22-Jährige: „Das Problem war der riesige Zeitaufwand. Studium in Bremen und dann immer wieder zum Training und zu den Meetings nach Hamburg – von den Spielen in ganz Europa gar nicht zu reden.“

Der Trashtalk: Nachdem die Knights ihre ersten beiden Saisonspiele gegen die GFL2-Spitzenteams aus Langenfeld (6:34) und Düsseldorf (7:21) verloren haben, will der neue Passempfänger bei seinem Debüt unbedingt gleich erfolgreich sein. „Keine Ahnung, wie hoch – aber wir werden gewinnen. Wir dürfen sie nur nicht unterschätzen“, sagt er über die mit zwei Siegen aus drei Spielen gut gestarteten Aufsteiger aus Hamburg, die zum 17. Duell mit den dabei zuletzt siebenmal in Serie erfolgreichen Oldenburgern anreisen. „Mit der Hälfte der Pioneers habe ich schon zusammengespielt – da wird es ordentlich Trashtalk geben“, sagt der Neu-Ritter lachend: „Es ist schon eine ziemliche Rivalität da – und ich bringe da noch mehr Feuer rein.“

Langenfelds Quarterback Alexander Frisch sorgte wie sein Bruder Andre am Samstag für zwei Touchdowns gegen die Oldenburg Knights.

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Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion