Oldenburg - Den Schwung aus dem 2:1-Derby-Sieg beim SV Meppen möchten die Regionalligafußballer des VfB Oldenburg an diesem Sonntag in die Partie gegen den TSV Havelse mitnehmen. In dem Tabellenzweiten kommt allerdings ab 15 Uhr ein Team ins Marschwegstadion, das bislang noch ohne Niederlage ist. Bei einem Unentschieden und drei Siegen weist der TSV zehn Punkte aus vier Spielen auf.
Der Tabellensiebte der vergangenen Saison konnte sich gezielt verstärken und zählt zu den Spitzenteams der Liga.
VfB-Trainer Kristian Arambasic hat den Gegner in der Vorwoche unter die Lupe genommen und weiß um die Stärken der Mannschaft von Christian Benbennek. „Der TSV Havelse agiert sehr geschlossen und ist vor allem sehr zweikampfstark“, so der VfB-Trainer, „die Spieler gehen knallhart in die Zweikämpfe und da müssen wir dagegen halten, ohne jedoch Foulspiele zu riskieren.“
Besonders im Auge behalten müssen die VfB-Verteidiger den 19-jährigen Hilal El-Helwe, der nach Ansicht von Arambasic ein „Riesentalent“ ist und bereits zwei Tore erzielt hat. Der Trainer erwartet am Sonntag einen selbstbewusst auftretenden Gegner, der unbedingt seine weiße Weste verteidigen möchte. „Angst“, sagt Arambasic allerdings, „haben wir vor keinem Gegner. Die ist im Sport auch fehl am Platze. Aber natürlich haben wir vor dem TSV Respekt.“ Wenn seine Spieler die Leistung aus dem Meppen-Spiel wieder abrufen können, „dann ist alles möglich“, ist sich der Trainer sicher.
Arambasic erwartet, dass seine Mannschaft wieder mit Herz und Leidenschaft in die Begegnung geht, um den Zuschauern ein attraktives Spiel mit einem guten Ergebnis zu bieten. Dabei wird er wohl auf die gleichen Spieler wie am vergangenen Wochenende setzen. „Nach einem Derby-Sieg, der so souverän herausgespielt wurde, habe ich keinen Anlass Umstellungen vorzunehmen“, sagt er: „Natürlich müssen wir die letzte Trainingseinheit noch abwarten.“
So werden die Torschützen Nils Laabs und Pierre Merkel ebenso in der Startformation auflaufen wie auch der in Meppen sehr agile Kevin Samide. Auf Zerhan Zengin, der weiterhin an einer Schambeinentzündung laboriert, muss der VfB wohl noch länger verzichten. Dafür wird Florent Aziri in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, genauso Tobias Ahrens.
