Hude - So richtig freuen konnten sich die Oberliga-Tischtennisspieler vom TV Hude nicht über den 9:4-Heimsieg gegen den TSV Lunestedt II am Sonntag. Die eigenen Hausaufgaben hat das Team aus der Klostergemeinde zwar ohne Probleme erledigt. Tags zuvor erhielt der TVH allerdings keine Schützenhilfe vom MTSV Eschershausen: Der Tabellenvierte verlor mit 6:9 gegen Hudes Kellerrivalen SSV Neuhaus. Hude konnte also nicht mehr an Neuhaus vorbeiziehen und muss nun in die Relegation.
„Die Enttäuschung ist riesengroß. Aber wir müssen da jetzt durch und versuchen, in der Relegation den Klassenerhalt zu realisieren“, erklärte Hudes Trainer Thorsten Kleinert. In der Tabelle bekleidet der Turnverein in der Endabrechnung mit 11:25 Punkten den achten Rang, knapp hinter Neuhaus (12:24). „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Gegen Ritterhude und Neuhaus dürfen wir einfach nicht mit 7:9 verlieren – da haben wir die entscheidenden Punkte liegen gelassen“, betonte Kleinert.
In der Relegation muss sich der TV Hude mit den beiden Vizemeistern der Verbandsligen auseinandersetzen. Dies wäre zum einen der hochambitionierte SC Marklohe, zum anderen Eintracht Hittfeld. Gemunkelt wird, dass Hittfeld kein Interesse an der Relegation hat und auf eine Teilnahme verzichtet. Gespielt wird am Sonntag, 1. Mai, in Hude. Ein Abstieg in die Verbandsliga hätte für den TV Hude möglicherweise fatale Folgen. Das irische Ausnahmetalent Zak Wilson würde im Fall eines Abstiegs nicht bleiben. „Zak hat auch andere Optionen, und wir wären nur als Oberligist eine Alternative für ihn. Ich weiß nicht, ob er uns bis zur Relegation Zeit gibt oder sich schon vorher für einen anderen Verein entscheidet“, stellt Kleinert klar.
Mit einem gesundheitlich stark angeschlagenen Felix Lingenau, der sein zweites Einzel kampflos abgab, behielt der TVH gegen Lunestedt die Oberhand. Zudem fiel Marc Engels beruflich bedingt aus. Für ihn sprang Giuseppe Castiglione aus der dritten Mannschaft ein. Der Ersatzmann hätte sogar fast gepunktet, ihm fehlte beim 9:11 im fünften Satz gegen Christian Völschow ein wenig Glück. Im letzten regulären Saisoneinsatz entledigten sich die Huder der Pflichtaufgabe unterm Strich souverän.
