Vechta - Sie hatten gekämpft wie die Löwen und zwischendurch mit 13 Punkten geführt. Aber am Ende besiegelte ein Dreier von Kevin Bright in allerletzter Sekunde zum 76:75 (16:18, 24:18, 18:18 18:21) für die Frankfurter Skyliners das Schicksal Rasta Vechtas und den Abstieg aus der Basketball-Bundesliga.

Mit Liverpool-Feeling ging es für Rasta ins Abstiegsfinale. „You’ll never walk alone“ hallte es durch den wieder einmal ausverkauften Rasta Dome. Die Ausgangslage war klar: Vechta muss alle drei restlichen Spiele gewinnen. Doch dann siegte Würzburg mit 75:72 in Bremerhaven hätte höchstens punktgleich mit Vechta werden könnte und würde dank des besseren direkten Vergleich auf jeden Fall vor dem Neuling landen. Und auch Tübingen siegte – 89:82 gegen Braunschweig –, so dass für Vechta noch der vorletzte und damit erste Abstiegsplatz möglich gewesen wäre.

Alle diese Konstellationen kannte während des Spiels noch niemand. Und so kämpfte Vechta buchstäblich bis zur letzten Sekunde um den Sieg gegen Frankfurt. Und der leichte Aufwärtstrend, den Trainer Pat Elzie in den vergangenen zwei Spielen ausgemacht hatte, bestätigte sich zunächst. Vechta legte gut los. Es entwickelte sich ein hochspannendes erstes Viertel, in der die Führung immer wieder wechselte. Den ersten Treffer markierte zwar Danilo Barthel für Frankfurt, doch Rasta kam ins Rollen. Auch der Koloss von Vechta, Dirk Mädrich, war wieder in guter Form. Sein Dunking zum 10:7 nach vier Minuten ließ den Dome beben und sorgte für die erste Auszeit der Gäste, die danach von leichten Aussetzer Vechtas profitierten. So führte Vechta nur mit 18:16, als es ins zweite Viertel ging.

Der „Happy-Song“ ertönte in der kurzen Pause, weniger happy war danach Coach Elzie über die Vorstellung seines Teams. Zwar sorgten zwei Dreier von William Conroy und Daniel Krause für frenetischen Jubel und eine 24:16-Führung, die schnell wieder abgegeben wurde, so dass zur Pause Frankfurt 40:36 führte.

Im dritten Viertel hatte Vechta zwar die fast schon obligatorischen Probleme, hielt den Abstand aber im Rahmen. Und so führte Rasta 81 Sekunden vor Schluss 75:70. Aber Frankfurt kam auf, ehe in letzter Sekunde Kevin Bright für Tränen und Entsetzen rund um den Neuling sorgte.