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NWZonline.de Sport

Klasnic wartet auf Niere und Entschädigung

31.03.2017

Bremen Ivan Klasnic liegt in einem Bett im Krankenhaus Hamburg-Eppendorf, Schläuche führen aus seinem Arm zur Dialysemaschine. Wenn sein Blut gewaschen wird – drei Mal die Woche für fünf Stunden –  schläft Klasnic meist. Und träumt. Von einem normalen Leben, manchmal sogar von der Rückkehr auf den Fußballplatz.

„Ich wünsche mir, dass ich bald eine neue Niere bekomme und mein Leben so genießen kann, dass ich keine Beschwerden habe“, sagte Klasnic unlängst. Der frühere Bundesliga-Star braucht eine neue Niere, zum dritten Mal. Zwei Transplantationen hatte der 37-Jährige schon. Im Januar 2007 wurde dem einstigen Torjäger von Werder Bremen eine Niere seiner Mutter verpflanzt, sein Körper stieß das Organ aber ab. Im März desselben Jahres erhielt er eine Niere seines Vaters, doch seit 14 Monaten arbeitet sie nicht mehr richtig. Sein Blut muss nun wieder von einer Maschine gewaschen werden.

„Ich glaube, Gott hat unseren Weg oder unseren Plan im Leben geschrieben“, sagt Klasnic, der 2004 das Double mit Werder gewann. Und: „Ich muss die Situation so annehmen, wie sie ist.“

An diesem Freitag fährt Klasnic nicht in die Klinik, er hat einen Gerichtstermin. Um 8.45 Uhr wird im Saal 117 des Landgerichts Bremen ein Urteil gesprochen. „Endlich“, sagt Klasnic, der nach seinen Abschied von Werder 2008 noch beim FC Nantes, den Bolton Wanderers und bei Mainz 05 spielte. Vor fast neun Jahren, im April 2008, reichte Klasnic Klage gegen den damaligen Werder-Mannschaftsarzt Götz Dimanski und die beteiligte Internistin Manju Guha ein.

Der Kroate wirft ihnen vor, dass sie die beginnende Nierenerkrankung bereits im Jahr 2002 aufgrund bestehender erhöhter Nierenwerte hätten erkennen müssen, die Mediziner bestreiten den Vorwurf. In dem Verfahren geht es um Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadenersatz in Höhe von über 1,1 Millionen Euro.

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