Ganderkesee - Der Donnerstag war immer sein Tag. Dann führte Horst Plewka ehrenamtlich die Aufsicht im Geräte-Fitness-Bereich des TSV Ganderkesee im Sportlerheim am Immerweg. Elf Jahre lang. „Quasi vom ersten Tag an“, erzählt der 77-jährige Ganderkeseer. Damit ist nun Schluss. Plewka legte sozusagen die Hanteln beiseite.
„Das ist für uns sehr schade“, bedauerte TSV-Geschäftsführer Raphael Riekers am Donnerstag den Rückzug des fachlich versierten Sportlers. Es sei immer schwieriger, Ehrenamtliche zu finden. Wer als Übungsleiter eine Mannschaft übernehmen wolle, müsse sich schon mindestens eine Saison verpflichten. Als kleines Dankeschön für sein freiwilliges Engagement überreichte der Vereinsmanager ein Handtuch an Plewka.
Der Ganderkeseer gehört zu den Helfern der ersten Stunde im Fitness-Raum. „Ich kenne Günter Stolle vom Schwimmen“, erzählt er. Dieser habe eine Aufsicht gesucht. Und da er damals mit Tennis und Skifahren aufgehört hatte, sei er „frei“ gewesen. Die Trainingspläne habe Ingeborg Krüger-Rößler erarbeitet, die laut Riekers demnächst die Leitung abgibt. Plewka selbst half den Sporttreibenden oft bei der richtigen Einstellung der Geräte.
„Vor allem war ich für die Unterhaltung zuständig“, lacht der 77-Jährige. „Bei ihm wird nur klassische Musik gespielt“, verrät Werner Lüdeke, der wie Renate und Gerold Otte zu den Stammkunden am Donnerstagvormittag gehört. Insgesamt werde der Fitnessraum von etwa 100 Sportlerinnen und Sportlern genutzt.
„Ich bin schon etwas wehmütig“, sagt Plewka mit Blick auf die Donnerstagsrunde. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Brunhilde wolle er aber gern Reisen unternehmen. Das Paar hat sechs Enkel, viele von ihnen studieren in deutschen Großstädten. „Die würden wir gern einmal besuchen“, so Plewka. Auch in der evangelischen Kirche und anderen Organisationen sei er engagiert. Elf Jahre lang – umgerechnet rund 51 500 Minuten – war der Donnerstagmorgen bei Plewka geblockt. Das werde nun anders. Ehrenamtliche, die gern mithelfen wollen, können sich beim TSV unter
