Oldenburg - Den erhofften Sprung ins obere Mittelfeld der Oberliga-Tabellen haben die VfL-Fußballer durch eine verdiente 1:2-Auswärtsniederlage beim Heeslinger SC verpasst. Die Mannschaft von Trainer Ulf Kliche blieb mit 14 Punkten Neunter, während der Aufsteiger durch den dreifachen Punktgewinn am Sonntag die Abstiegsplätze verlassen hat.
„Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht mehr die Ruhe gehabt, um das Spiel zu kontrollieren“, monierte Kliche und ergänzte: „Wir haben zu viele lange Bälle gespielt und im Mittelfeld den Heeslingern zu viele Räume gelassen. Die wollten das Spiel unbedingt gewinnen und haben sich den Sieg mit ihrem großen Engagement auch verdient.“
In der Schlussphase gaben die Oldenburger nicht nur den sicher geglaubten Punkt aus der Hand, sondern verloren auch noch Andre Jaedtke durch einen fragwürdigen Platzverweis. Erst verwandelte Sebastian Sautner einen Foulelfmeter zum 2:1 für die Gastgeber (88. Minute), nachdem Heeslingens Kapitän Kevin Rehling bei einem Laufduell mit Arne Lüerssen im Strafraum zu Fall gekommen war. Dann grätschte Jaedtke Rehling im Mittelfeld von der Seite in die Beine. Schiedsrichter Nicolai Rühmann (Broistedt) wollte ein grobes Foulspiel erkannt haben und verwies den Offensivakteur des Feldes.
Zuvor hatte die Partie für die Oldenburger gut begonnen. Die Kliche-Elf stand kompakt und dominierte das Spiel. Lohn war das 1:0 durch Sören Harms, der sich auf der rechten Seite durchsetzte und aus zwölf Metern HSC-Torwart Jannis Trapp keine Chance ließ (37.).
Doch zehn Minuten nach der Pause war es mit der VfL-Herrlichkeit vorbei. „Bis dahin lief alles für uns. Vorher hatten wir schon einige Kontermöglichkeiten nicht konsequent ausgespielt“, meinte Kliche. Der Druck der Heeslinger wurde immer stärker. Die Gäste konnten sich kaum befreien und leiteten das 1:1 selbst ein. Anstatt von hinten in Ruhe aufzubauen, wurde ein langer Ball geschlagen. Den fing der HSC ab und konterte blitzschnell. Einen ersten Schuss wehrte VfL-Torwart Jannik Zohrabian ab, war beim Nachschuss von Oliver Gerken aber machtlos (69.).
