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NWZonline.de Sport

Klitschko distanziert sich von Ex-EWE-Chef

25.02.2017

Oldenburg /Hamburg Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko geht auf Distanz zum geschassten EWE-Chef Matthias Brückmann. „Es macht mich traurig, dass wir mit unserer Stiftung Gutes tun wollen und nun aufgrund Fehler anderer die Seriosität hinterfragt wird“, erklärte er am Freitag. Klitschko betonte noch einmal, an die von Brückmann zugesagte Spende seien „zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Bedingungen geknüpft“ gewesen.

Der Vorstandsvorsitzende des Oldenburger Energieversorgers war am späten Mittwochabend vom EWE-Aufsichtsrats wegen einer „Vielzahl diverser grober Verfehlungen“ fristlos entlassen worden. Der Hauptvorwurf gegen Brückmann betraf die eigenmächtig veranlasste Spende in Höhe von 253.000 Euro an die Stiftung der Brüder Vitali und Wladimir Klitschko.

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In einer Pressemitteilung schildert Klitschko nun noch einmal, wie es zu der Spendenzusage kam. Bei einer Gala zugunsten der Klitschko Foundation am 25. März 2016 in Kiew sei Brückmann „proaktiv“ auf ihn zugegangen und habe erklärt, dass ihn die Arbeit der Stiftung „sehr beeindruckt“ habe. „Herr Brückmann hat diese Spende freiwillig und bedingungslos getätigt“, so Klitschko weiter.

Warum 253 000?

253 000 Euro – zu dieser ungewöhnlichen Zahl kam es, weil EWE-Chef Brückmann sich auf der Gala in Kiew spontan bereit erklärte, die bis dahin angesammelte Spendensumme von mehr als zwei Millionen auf exakt drei Millionen Dollar aufzurunden. Die Differenz betrug umgerechnet 253 000 Euro.

Die EWE hat die 253.000 Euro im Oktober 2016 an die Maecenata-Stiftung in München überwiesen, einen Dienstleister der Klitschko-Foundation. Dort liegt das Geld auch jetzt noch. Klitschkos Manager Bernd Bönte betont, dieser Umweg bei der Überweisung sei „für im Ausland ansässige Stiftungen ein übliches Verfahren“.

Am Donnerstag hat Maecenata der EWE angeboten, das Geld zurückzuzahlen. EWE nahm das Angebot an.

Bereits drei Wochen zuvor hatte Brückmann erklärt, er werde die Spendensumme aus eigener Tasche erstatten, damit nicht „Kinder in Not, die durch die Klitschko-Foundation unterstützt werden, unter der Diskussion oder meinem persönlichen Fehler leiden müssen“. Eine Nachfrage der NWZ an Brückmanns Anwalt, ob das Angebot auch jetzt noch steht, blieb unbeantwortet. In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe) sagte Brückmann: „Ich habe das angeboten, um die Sache auszuräumen. Aber ich habe mir bei der ganzen Angelegenheit nichts vorzuwerfen. Wie es jetzt weitergeht, müssen wir sehen.“

Karsten Krogmann
Redakteur
Reportage-Redaktion
Tel:
0441 9988 2020

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