Cloppenburg - Damit der Herbst für den auf dem vorletzten Platz rangierenden Fußball-Regionalligisten BV Cloppenburg nicht noch stürmischer wird, hilft nur eines: Siege müssen her. An diesem Sonnabend (Anstoß 14 Uhr) bietet sich dazu im bereits siebten Heimspiel gegen den amtierenden Vizemeister TSV Havelse die nächste Gelegenheit. Drei Unentschieden und drei Niederlagen mutete der BVC seinen Anhängern bislang zu. Das ist zweifelsohne eine stark abstiegsverdächtige Bilanz. Triftige Gründe, auf Besserung zu hoffen, sind gegenwärtig kaum auszumachen. Allerdings geht jede Serie irgendwann einmal zu Ende.
„Die Spieler haben sich eingeschworen. Alle haben gut trainiert. Im Trend haben wir uns zuletzt deutlich mehr Torchancen herausgespielt als zu Saisonbeginn. Jetzt gilt es, unsere Möglichkeiten auch in Tore umzumünzen“, hofft BVC-Cheftrainer Jörg-Uwe Klütz auf eine Explosion in der Offensive und das Ende des Heimfluchs. Außerdem hält er den bereits mehrfach beobachteten Gegner aus der Peripherie Hannovers für nicht unschlagbar. „Havelse hat gegenüber der Vorsaison ein wenig an Qualität verloren. Das ist aber immer noch eine abgebrühte Truppe.“ Wer es auf dem Rasen richten soll, steht teilweise noch nicht fest. Da alle Mann an Bord sind, hat Klütz die Qual der Wahl. Stammkeeper Stefan Tilling ist nach seiner Fingerverletzung wieder ins Training eingestiegen. Obwohl er in Bremen drei Tore kassierte, konnte man Sigi John keinen Vorwurf machen. „Ich warte die letzten Trainingseindrücke ab“, sagte Klütz.
Offenbar grübelt der Ex-Profi auch, ob Bernd Gerdes hinten rechts in der Viererkette die beste Option ist. Derweil wird David Niemeyer erneut in der Innenverteidigung auflaufen. Auch vorne könnte sich einiges ändern. Während bei Tim Wernke auf den Durchbruch gehofft wird, könnte Routinier Andreas Gerdes-Wurpts, der in Bremen nach seiner Hereinnahme für frischen Wind sorgte, wieder erste Wahl sein.
Seine körperbetonte Spielweise könnte ein Rezept gegen Havelses robuste Abwehrspieler sein. In der Vorsaison kassierte der BVC trotz schneller Führung eine 1:2-Heimniederlage. In Havelse gab’s ein klares 0:4.
Ohnehin ist die Bilanz gegen die Gäste, gegen die es bislang noch kein einziges Unentschieden gab, negativ. Der bislang letzte Erfolg gegen die Garbsener gelang an der Friesoyther Straße am 12. April 2001. Torsten Bünger sicherte dem BVC durch einen verwandelten Elfmeter einen 1:0-Erfolg unter der Regie von Trainerlegende Werner Biskup. Der dürfte als Scout von Hannover 96 auch am Sonnabend im Stadion weilen – vielleicht ein gutes Omen.
Die ersten 100 Zuschauer erhalten eine BVC-Fanklatsche gratis. Sie sollen das Team richtig pushen.
