Cloppenburg - Derbyzeit in der Fußball-Regionalliga Nord. An diesem Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) duelliert sich der Tabellenzehnte BV Cloppenburg mit dem einen Punkt weniger aufweisenden emsländischen Nachbarn SV Meppen.

Für beide Teams dürfte der Ausgang des Prestigeduells, zu dem die BVC-Verantwortlichen deutlich mehr als 1000 Zuschauer an der Friesoyther Straße erwarten, den Trend für die kommenden Wochen vorgeben. Der Gewinner darf sich weiter im Mittelfeld tummeln, der Verlierer muss den Blick Richtung Abstiegszone richten.

„Ein Rückstand muss für uns ein absolutes Tabu sein. Wir müssen uns hinten die nötige Sicherheit für unser Spiel holen“, lautet die Marschroute von Cloppenburgs Trainer Jörg-Uwe Klütz. Soll heißen: Der 44-Jährige will weg vom Image der Liga-Schießbude. Damit das gelingt, fordert Klütz von jedem einzelnen „über 90 Minuten noch mehr Konzentration“. Zudem gelte es, gegnerische Offensiv-Standards zu vermeiden. Personell können Klütz und Co-Trainer Mario Neumann aus dem Vollen schöpfen.

Am Mittwochabend schickte das Duo die Spieler in den Kraftraum. Die Trainer selbst nahmen Meppen beim 2:3 im Pokal gegen den VfL Osnabrück unter die Lupe. „Meppen hat sich sehr ordentlich verkauft und über weite Strecken auf Augenhöhe mitgespielt“, sagte Klütz. Besonders war ihm Meppens Sturmtank Andreas Gerdes-Wurpts, der zweimal traf, aufgefallen. „Ihn müssen wir unbedingt ausschalten.“ Es wird zwar keine Sonderbewachung für den Ex-Emder geben, aber BVC-Kapitän Christian Willen dürfte den Torjäger genau im Auge behalten.

Willen ist gegen seinen Ex-Club als Abwehrchef gesetzt, mehr wollte Klütz am Donnerstag über seine Startelf nicht verraten: „Dazu kann ich noch nichts sagen. Ich warte auf jeden Fall das Abschlusstraining ab.“

Dass Klütz nach dem 0:3 im Pokal gegen Rehden und dem 0:5 bei Titelaspirant Kiel die Stammformation, die sich herauskristallisiert hat, durcheinanderwirbeln wird, darf indes bezweifelt werden. Allerdings scharren mehrere Reservisten mit den Hufen. Als Akzentgeber für das Mittelfeld wäre Nachverpflichtung Mehmet Kodes eine Option, die allerdings zulasten eines „Sechsers“ gehen würde.

Die bislang letzten Duelle in der Spielzeit 2010/2011 entschied Meppen deutlich für sich (3:0, 5:2). Mut macht, dass der BVC in den Heimspielen gegen Lübeck (2:0) und Goslar (5:1) seine stärksten Leistungen abgerufen hat.