KöLN - Wer sich nach dem Ende der Begegnung Köln 99ers gegen EWE Baskets auf die Pressekonferenz verirrte, fand unzufriedene Trainer vor. Predrag Krunic war sauer über die 71:75 (30:43)-Niederlage seiner Oldenburger. Und Kollege Sasa Obradovic war enttäuscht, dass diese nicht viel höher ausgefallen war.
Dessen Spieler hatten nach nervösem Beginn eine dominante erste Halbzeit aufs Parkett gelegt. Als Kölns Immanuel McElroy in der siebten Minute einen Korbleger verwandelte und Derrick Byars kurz darauf einen Dreier versenkte, nahm Krunic seine erste Auszeit – 3:18 lagen die Baskets zu diesem Zeitpunkt bereits zurück.
Jasmin Perkovic saß da nach drei schnellen Fouls schon geraume Zeit auf der Ersatzbank. Der Rest des Teams war auf der vergeblichen Suche nach Wurfglück. „Wir hatten in dieser Phase einige Probleme in der Abstimmung, und Köln kam zu einigen Konter-Gelegenheiten“, analysierte Krunic.
Auch wenn die Baskets dann offensiv besser in Tritt kamen, die 99ers fanden mit Gegenstößen immer die passende Antwort. 30:43 lagen die Gäste zur Pause hinten.
Anders in der zweiten Hälfte: Defensiv störte die Zonenverteidigung der Baskets den offensiven Fluss der Kölner. Vorne schaltete sich Perkovic nach langer Pause mit fünf Punkten in Serie umso nachhaltiger ein. Ein „Hallo wach“ an die Kollegen, die zum Ende des dritten Viertels endlich konsequent zum Abschluss kamen. Hatte zuvor nur einer von sieben Dreierversuchen sein Ziel gefunden, trafen die Gäste nun hochprozentig.
41:51 lagen sie zurück,ein 12:2-Lauf zum 53:53 folgte. Köln antwortete mit einer Serie, nach dem 58:58 legte McElroy fast im Alleingang zum 65:58 vor. Doch die Oldenburger zogen nach: Majstorovic und Perkovic besorgten in Co-Produktion die Punkte, defensiv hatte man wie zuvor Kölns Toby Bailey im Griff, der zwei Fehlwürfe in Folge produzierte.
Nach Perkovics Dreier aus der Ecke zum 71:71 anderthalb Minuten vor Ende schien die erfolgreiche Rückkehr zum Greifen nah. Doch nachdem Aleksandar Nadjfeji einen Korbleger verwandelte, verwarf Branimir Longin aus der Mitteldistanz – der gefoulte McElroy sorgte per Freiwurf für die Entscheidung.
