KöLN - Der Herausforderer hielt lange gut mit, am Ende durfte aber doch wieder einmal Stefan Raab jubeln trotz Handicaps. Der Oldenburger Sportwissenschaftler Reint Janssen hat am Sonnabendabend bei der TV-Spielshow Schlag den Raab auf Pro Sieben den Kürzeren gezogen und den Gewinn von 1,5 Millionen Euro verpasst.
Natürlich ist ein bisschen Enttäuschung dabei, wenn man so nah an den 1,5 Millionen Euro dran ist, aber es war insgesamt auch eine tolle Erfahrung, so eine Show mal mitzuerleben, sagte der 30-Jährige am Sonntag dieser Zeitung. Janssen, der gebürtig aus dem ostfriesischen Dornum stammt, ist Dozent für Sportwissenschaft an der Universität Oldenburg und schreibt derzeit an seiner Doktorarbeit. Auch in seiner Freizeit ist er leidenschaftlicher Sportler und spielt unter anderem Basketball und Tischtennis.
Die Treffsicherheit kam dem 30-Jährigen auch gleich beim ersten Spiel, dem Torwandschießen, zugute. Janssen gewann und ging in Führung.
Beim dritten Spiel, dem Speerwerfen, überschlugen sich dann die Ereignisse. Entertainer Raab verletzte sich am rechten Knie und konnte anschließend kaum noch laufen. Trotz des Handicaps kämpfte er jedoch weiter, siegte bei sechs der folgenden zehn Spiele und behielt am Ende mit 64 zu 41 Punkten die Oberhand. Dabei kam dem angeschlagenen Raab sicherlich auch zugute, dass nach der Meniskus-Verletzung fast ausschließlich noch Geschicklichkeits- und Wissensspiele auf dem Programm standen.
Janssen wollte dies jedoch nicht als Grund für seine Niederlage geltend machen. Stefan hat in einem fairen Wettkampf verdient gewonnen, sagte er. Ich bin Sportsmann und will als solcher auch nichts geschenkt.
An diesem Montag trifft er seinen prominenten Gegner noch einmal in dessen Fernseh-Show TV Total. Danach beginnt für Janssen wieder der berufliche Alltag an der Universität und der sportliche wohl weiterhin in der Bezirksoberliga. Denn während der 30-Jährige gegen Stefan Raab um die 1,5 Millionen Euro kämpfte, verloren seine Basketball-Kollegen vom TuS Petersfehn parallel das Spitzenspiel um den Oberliga-Aufstieg. Und das schmerzte am Sonntag dann schon fast so sehr wie der entgangene Millionen-Jackpot.
